In den letzten Wochen gab es vermehrt kritische Stimmen bezüglich der Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung in Eupen. Auch wenn Kritik wichtig ist, möchte ich an dieser Stelle gerne ein positives Beispiel teilen, das zeigt, dass Bürgerbeteiligung in unserer Stadt auch anders funktioniert – und sogar die Kleinsten einbezieht.
Mein Patenkind hatte gemeinsam mit seiner Cousine die Idee, auf einer nahegelegenen Grünfläche einen Spielplatz zu errichten. Gemeinsam haben sie einen Plan für den Spielplatz gemalt, den sie mit ihren Eltern am Stadthaus in Eupen abgeben wollten – ohne große Erwartungen. Zu ihrer Überraschung rief die freundliche Dame am Empfang Bürgermeisterin, Frau Claudia Niessen, an. Diese bestand darauf, dass mein Patenkind den Plan persönlich in ihr Büro bringt.
Obwohl gerade Mitarbeiter in ihrem Büro waren, nahm sich Frau Niessen die Zeit, um sich die Ideen der Kinder anzuschauen. Sie erklärte ihnen geduldig, dass sie sich den Plan in Ruhe ansehen werde und sich melden würde. Wenige Tage später erhielten sie einen Brief von der Bürgermeisterin, in der ihnen erklärt wurde, dass es zwar bereits ein Projekt für die Grünfläche gebe, aber Spielmöglichkeiten noch nicht bedacht worden seien. Sie teilte ihnen mit, dass sie die Idee der Kinder gerne aufnehmen würde.
Mein Patenkind und seine Cousine durften daraufhin an einer Versammlungen teilnehmen, bei denen das Projekt besprochen wurde – zusammen mit Personen vom Bauhof und weiteren Verantwortlichen. Dass die Ideen der Kinder so ernst genommen werden, hat mich tief beeindruckt und zeigt, dass Bürgerbeteiligung in Eupen nicht nur eine leere Floskel ist, sondern wirklich gelebt wird.
Für mich ist das ein echtes Beispiel für gelungene Bürgerbeteiligung, bei der auch die jüngeren Generationen gehört und ernst genommen werden.
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