Tedesco gibt Kader bekannt: Ohne De Bruyne und Lukaku, aber mit Trossard und vier Neuen

<p>Tedesco gibt Kader bekannt: Ohne De Bruyne und Lukaku, aber mit Trossard und vier Neuen</p>
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In Tubize bestätigte der Nationaltrainer, dass Kapitän Kevin De Bruyne und Angreifer Romelu Lukaku die anstehenden Spiele gegen Italien und Frankreich verpassen werden. „Ich hatte ein langes Telefonat mit Kevin, dabei haben wir vor allem über seine Verletzung gesprochen. Im Allgemeinen ist er nach wie vor sehr, sehr motiviert, für Belgien zu spielen, für die Nationalmannschaft weiterzumachen und bei der WM 2026 dabei zu sein.“

Große Belastung bei ManCity: De Bruyne fehlt Belgien auch im November.

Aufgrund körperlicher Probleme habe De Bruyne darum gebeten, sowohl bei den anstehenden Nations-League-Spielen, als auch bei der Länderspielpause im November (Italien und Israel), nicht für den belgischen Kader berufen zu werden. „Und das können wir verstehen. Gewisse Spieler können mit großen Klubs auf bis zu 70 Spiele kommen, wenn man die Klub-WM mitberechnet“, so Tedesco weiter. „Er möchte die Zeit nutzen, um sich um seinen Körper zu kümmern.“

Angesprochen auf die immer größere Belastung für Spitzenspieler sagte Tedesco kurz: „Es ist ganz einfach zu viel.“

Dass De Bruyne nach der 0:2-Niederlage gegen Frankreich in TV-Interviews zum Teil die eigenen Mitspieler scharf kritisierte, ist derweil kein Thema mehr. „Er ist nicht nur ein großer Spieler, sondern auch eine große Persönlichkeit. Er soll Verantwortung übernehmen und hat das auch getan. Zudem hat er als Kapitän die Möglichkeit, in einer gewissen Art und Weise mit der Mannschaft zu sprechen“, so Tedesco: „Bei seinen Aussagen hat er keine Namen genannt – weder für uns noch für die anderen Spieler ist das noch ein Thema (...). Auch ich habe kein Problem mit solch einer direkten Art. Ich möchte ihn als meinen Kapitän. Dann sagt er etwas, und ich kille ihn dafür? Nein.“

Dass De Bruyne gewisse Spieler ansprechen oder kritisieren wollte, glaubt Tedesco nicht: „Es ging ihm um die gesamte Mannschaft, die mehr hätte machen können. Und ja, in gewissen Situationen konnte ich ihn verstehen.“

<p>Auch Cyril Ngonge (SSC Neapel) wurde nominiert.</p>
Auch Cyril Ngonge (SSC Neapel) wurde nominiert. | Foto: Photo News

Rekordtorschütze Romelu Lukaku wird die kommenden Tage nutzen, um in Neapel an seiner Form zu arbeiten. „Er fühlt sich aktuell nicht auf Top-Niveau“, begründete Tedesco die Absage des Angreifers. Sollte alles nach Plan laufen, steht der Stürmer der Nationalmannschaft bei ihrem nächsten Zusammenkommen aber wieder zur Verfügung. „Das hoffe ich“, so Tedesco.

Mit Malik Fofana (Olympique Lyon), Cyril Ngonge (Neapel), Matte Smets (KRC Genk) und Maarten Vandevordt (RB Leipzig) beruft Tedesco vier neue Spieler. „Wenn wir die Nations League nicht nutzen, um solchen Spielern eine Chance zu geben oder sie zu testen, dann machen wir es nie (...) Und wenn es darum gehen würde, dass wir uns für die WM qualifizieren, dann hätte ich möglicherweise andere Spieler nominiert.“

Außerdem steht der zuletzt nicht für die Nationalmannschaft berufene Leandro Trossard nach starken Leistungen für den FC Arsenal wieder im Kader der Roten Teufel. Julien Duranville (Dortmund) und Thomas Meunier (Lille) fehlen angeschlagen, Torwart Thomas Kaminski steht aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung. (mn)

Das belgische Aufgebot für die Spiele gegen Italien und Frankreich

Tor (3): Koen Casteels (Al-Qadsiah), Maarten Vandevoordt (RB Leipzig), Matz Sels (Nottingham Forest)

Verteidigung (8): Timothy Castagne (Fulham), Zeno Debast (Sporting), Maxim De Cuyper (Club Brügge), Wout Faes (Leicester City), Sebastiaan Bornauw (Wolfsburg), Arthur Theate (Eintracht Frankfurt), Koni De Winter (Genoa), Matte Smets (KRC Genk)

Mittelfeld (4): Amadou Onana (Aston Villa), Orel Mangala (Lyon), Youri Tielemans (Aston Villa), Arne Engels (Glasgow)

Angriff (8): Johan Bakayoko (PSV), Jérémy Doku (Manchester City), Dodi Lukebakio (FC Sevilla), Loïs Openda (RB Leipzig), Cyril Ngonge (Neapel), Leandro Trossard (Arsenal), Charles De Ketelaere (Atalanta), Malick Fofana (Lyon)

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