Der Bericht von Kaleido, der sich auf internationale Daten und Studien stütze, unterstreiche eine drastische Verschlechterung der mentalen Gesundheit von Jugendlichen, heißt es weiter. Insbesondere wird auf den Anstieg von Depressionen, Angstzuständen und Selbstverletzungen hingewiesen. „Diese Daten belegen eindeutig, dass es sich nicht nur um ein regionales Problem handelt, sondern um eine globale Gesundheitskrise, die sofortige Aufmerksamkeit erfordert“, wird Vivant-Fraktionssprecher Michael Balter in der Mitteilung zitiert.
Darin wird zudem auf Studien von Jonathan Haidt verwiesen, die laut Vivant eine direkte Verbindung zwischen der Nutzung digitaler Medien und einer „Katastrophe epischen Ausmaßes“ herstellen. Balter kritisiert, dass das Thema von Vertretern der Mehrheit, wie ProDG und Ecolo, in der Regierungserklärung vom 23. September als Nischenthema abgetan worden sei. „Es ist an der Zeit, dass wir unsere Kinder schützen, indem wir konkrete Maßnahmen ergreifen, um den Zugang zu Smartphones in Schulen streng zu regeln“, heißt es in der Mitteilung weiter. Dabei betont Vivant, dass dies nicht als technikfeindlich zu verstehen sei, sondern vielmehr den Schutz von Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund stelle.
Alain Mertes (Vivant) warnt in dem Schreiben vor den süchtig machenden Mechanismen sozialer Medien und vieler Spiele, die vor allem auf Kinder und Jugendliche abzielen. Mertes argumentiert mit der Behauptung, dass das Gehirn von Kindern noch nicht vollständig entwickelt sei, um den Reizen der digitalen Medien zu widerstehen. „Insofern wäre es unverantwortlich, nicht konsequent zu handeln“, so Mertes.
Vivant-Abgeordnete Elena Peters ergänzt, dass neben der Einführung von Regeln auch eine umfassende Medienerziehung notwendig sei. In der Mitteilung wird sie mit der Forderung nach einem flächendeckenden Verbot von Smartphones an Schulen zitiert: „Es ist lobenswert, dass einige Schulen bereits eigene Regelungen eingeführt haben, aber wir brauchen ein flächendeckendes Verbot und eine einheitliche Strategie.“
Die Vivant-Fraktion sieht den Bericht von Kaleido als Bestätigung ihrer langjährigen Forderungen nach strengeren Regelungen zur Handynutzung an Schulen und ruft die Regierung dazu auf, ein deutliches Zeichen zu setzen und ein verbindliches Handyverbot für Grund- und Sekundarschulen zu beschließen. Die Partei betont, dass es höchste Zeit sei zu handeln, um das Wohl der Kinder zu schützen.
„Fakt ist, wir dürfen nicht länger warten. Die Zeit zu handeln ist jetzt“, wird Alain Mertes abschließend zitiert. (red/kupo)

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