Man achte auf die Sprache!

Ob eine Bürgermeister- und Schöffensprechstunde tatsächlich der Bürgerbeteiligung oder eher den persönlichen Anliegen betreffend Haus, Hof und Nachbarschaft dient, kann diskutiert werden. Auch kontrovers wenn nötig. Aber dann in einem anderen Ton, bitte: mit Worten wie „kleinlaut“ oder „den Vogel abgeschossen“ geht Thomas Lennertz wieder direkt auf die Ebene der persönlichen Verunglimpfung. Im Stadtrat von Juni warf er der Bürgermeisterin vor, sie „schikaniere“ die Bevölkerung. Im Wörterbuch bedeutet „schikanieren“: „mit Schikanen ärgern, quälen, mutwillig boshaft handeln“ – mögen die Leser/innen selbst entscheiden, ob das noch die vielzitierte objektive Kritik der CSP im Dienste der Demokratie ist oder schon eine persönliche Beleidigung. Beim Thema „respektvolle Sprache“ gilt somit: „Eupen kann mehr!“

Manches wird aber auch unfreiwillig komisch – Thomas Lennertz’ Vorwurf einer „ideologiedurchtränkten“ Politik nehmen wir Ecolos gerne an: Wir setzen uns konsequent für ein gesellschaftliches Konzept ein, das das Wohlbefinden des Einzelnen und seiner Familie, die Gemeinschaft in Stadt und Dorf und den Schutz unseres Planeten aufeinander abstimmt. Das bedeutet auch, dass der Einzelne und die Gemeinschaft mit Kompromissen leben lernen, die den Planeten auch für ihre Enkel als lebenswerten Ort erhalten.

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