Bürgerbeteiligung

In Bezug auf den Leserbrief von Frau Ernst-Kessler, der sich mit interessanten Ideen zur Bürgerbeteiligung befasste und eine konkrete Frage u.a. an die Parteien in Eupen richtete, kritisierten die Spitzenkandidaten Herr Thomas Lennertz und Herr Nicolas Pommée die Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten, die während der letzten Legislaturperiode geschaffen wurden. Diese Kritik habe ich als Einwohnerin von Kettenis sachlich aufgenommen und reflektiert, wie ich mich in meinem Dorf aktuell aktiv beteiligen kann. In Kettenis gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich einzubringen. So habe ich die Chance, mich in der Dorfgruppe, der Dorfwerkstatt und der Spielplatzgruppe zu engagieren. Diese Initiativen unterstützen vielfältige Projekte, die das Dorfleben bereichern. Auch über den geplanten Schulneubau wurde ich als Bürgerin durch die Schule und die Medien informiert, und die verschiedensten Akteure beteiligten sich aktiv an der Planungsphase.

Zusätzlich habe ich an verschiedenen Bürgerbefragungen teilgenommen, die es mir ermöglichten, meine Meinung einzubringen. Eine weitere Möglichkeit ist die Mitarbeit in Arbeitsgruppen des Kommunalen Programms zur ländlichen Entwicklung. Diese Gruppen beschäftigen sich u.a. mit Themen wie der Schaffung eines (Klima-) Lehrpfades, Schulmobilität, Renaturierung und Schutz von Flüssen sowie der Förderung der lokalen Geschichte, des Tourismus und der kulturellen Identität der Stadt. Erwähnenswert ist ebenso die Arbeitsgruppe zu Fahrrad- und Fußwegen, die für eine nachhaltige Mobilität in Eupen und Kettenis entscheidend ist. Auch eine Umfrage zur Kommunikation der Stadt Eupen bot mir die Gelegenheit, meine Ansichten zu äußern.

Zusammenfassend fällt mir auf, dass es bereits jetzt eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung gibt. Der Vorschlag, den die beiden Herren unterbreiten, der aktuell tatsächlich nicht umgesetzt ist, betrifft die Einführung einer Bürgermeister- und Schöffensprechstunde. Zusätzlich sind die zurzeit laufenden Bürgerversammlungen sicherlich bereichernd. Diese beiden Ansätze sollten konstruktiv diskutiert werden. Was mir jedoch allgemein in der Diskussion auffällt, ist, dass der Ton schärfer wird. Gerade im Wahlkampf halte ich es für wichtig, dass Diskussionen fair und respektvoll bleiben, damit wir gemeinsam die besten Lösungen für unsere Stadt finden. Mir ist es als Bürgerin von Eupen/ Kettenis wichtig, dass Vorschläge sachlich aufgenommen und weiterentwickelt werden, um unsere Stadt gemeinsam voranzubringen. In diesem Sinne wünsche ich mir von allen Parteien einen fairen und sachlichen Wahlkampf, der sich auf konkrete Themen konzentriert und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt. Mit freundlichen Grüßen,

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