„Cat Ballou“ – Lokalpatrioten aus „wörtlicher“ Überzeugung

<p>Anfang Oktober feiert in der LanxessArena eine Kölsche Band Geburtstag, die ungeachtet aller Turbulenzen katzengleich immer wieder auf den Füßen gelandet ist und diese ebenso beharrlich auf dem Boden behalten hat: Cat Ballou.</p>
Anfang Oktober feiert in der LanxessArena eine Kölsche Band Geburtstag, die ungeachtet aller Turbulenzen katzengleich immer wieder auf den Füßen gelandet ist und diese ebenso beharrlich auf dem Boden behalten hat: Cat Ballou. | Foto: Band

Als das Quintett vor Jahresfrist sein Silberjubiläum ankündigte und sich die Zahl „25“ in der Presseeinladung fand, glaubte mancher an einen Fehler. Immerhin haben die meisten Cat Ballou erst seit einem Dutzend Jahren „auf dem Schirm“, genau: seit 2012 und dem Erfolg „Et jitt kein Wood“. Doch damals gab es die Band bereits ungewohnt lange Zeit - quasi seit Schulzeiten.

Denn zusammengefunden hatten Oliver Niesen (Gitarre, Gesang), Dominik Schönenborn (Keyboards), Kevin Wittwer (Bass) und Michael Kraus (Schlagzeug) bereits in diversen Schulbands, ehe sie sich im Jahre 1999 zur „offiziellen“ Gründung in Bergisch-Gladbach den Namen „Cat Ballou“ gaben, dem gleichnamigen Filmklassiker (1965) entlehnt. Seither probten die vier regelmäßig zusammen, verschrieben sich zunehmend dem KölschRock respektive KölschPop (gerne gewürzt mit anderen griffigen Genres), traten durchweg im „Osten“ auf (sprich: im östlich von Köln gelegenen Bergischen Land) und veröffentlichten im Jahre 2008 ihr erstes Album „Schokolade“ - auf dem „Cat Ballou“ noch Hochdeutsch sang. Was freilich 1999 als Schulband recht bescheiden startete, ist mittlerweile einer der Top-Acts in der Domstadt.

Der Beinahe-Auflösung folgte der Durchbruch

Den Durchbruch für Cat Ballou brachte das Jahr 2010, als die Band den Wettbewerb „Köln rockt“ gewann und sich quasi über Nacht auch einen Namen im Schatten des Doms machen konnte. Nachdem das Quartett eigenen Aussagen zufolge kurz zuvor vor der Auflösung gestanden hatte. Unbestritten ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, selbst wenn bis dahin noch der ganz große Hit fehlte.

Der stellte sich 2012 auf der karnevalistischen Bühne ein, vor allem nachdem das Label Pavement die vier Jungs mit dem Titel „Et jitt kei Wood“ auf dem Sampler „Karneval der Stars“ platziert hatte - neben so arrivierten Bands wie Fööss, Höhner, Brings, Paveier, Räuber oder Klüngelköpp (und ebenfalls Kasalla, ein Newcomer, der ein Jahr zuvor mit „Pirate“ durch die Decke geschossen war). Und innerhalb nur einer Session entwickelte sich „Wood“ aus der gemeinsamen Feder des Quartetts zu einer Mitsing-Hymne, die quer durch die Säle Gänsehaut erzeugte. Und das bis heute mit ungebrochenem Erfolg! Ganz gleich ob bei der „Lachenden“ vor 10.000 Jecken oder im Pfarrsaal vor 100 Senioren.

Welches Potenzial in der Band mit dem wenig Kölschen Namen steckte, zeigte sich nur ein Jahr später mit dem nächsten Album unter dem bezeichnenden Titel „Lokalpatriot“ (2013), ein Begriff, der seither für Cat Ballou zum Leitgedanken wurde. Und vielleicht mehr noch zum kreativen Antrieb, wie die nachfolgenden Jahre unter Beweis stellten.

Titel wie „Hück steiht de Welt still“, „Immer immer widder“, Zosamme sin mir nit allein“, „He nit weg“, „Mer fiere et Levve“, „Heimweh“, „Su noh bei Dir“, „Su lang mer uns noch han“, „För immer“, „Wenn die Welt hück ungerjeiht“, „Du bes nit allein“, „Niemols im Lävve“, „Lass uns nicht geh’n“ oder „Gute Zeit“ stehen in Wort und Musik, in Gefühl und Klang als beredte Beispiele für „uns Kölsche Siel“ (die Ludwig Sebus bereits im Jahre 1981 beschrieb und besang).

Gerade der Song „Die Stääne ston joot“ aus dem Jahr 2014 stieg zum Omen auf, denn seit nunmehr zehn Jahren surft Cat Ballou auf einer Erfolgswelle, zwischenzeitlich u.a. gemeinsam mit dem Rapper Mo-Torres und „Effzeh“-Legende Lukas Podolski in „Liebe deine Stadt“, eine visuell unterlegte Liebeserklärung an Köln.

Eigenes Label „MIAO“ mit kreativen Räumen

Um seine musikalischen Konzepte bestmöglich verwirklichen zu können, gründete Cat Ballou gar ein eigenes Label. Mit der Produktion des vierten Albums im legendären Maarweg-Studio beim hauseigenen Label „MIAO“ (dem Ruf der Katze nachempfunden). Auch die bis dato fünfte Stuidoproduktion setzte konzeptionell nachdrückliche Akzente und belegte beispielhaft die Kreativität der Band, wo irgendwann Hannes Feder den Platz von Michael Kraus am Schlagzeug einnahm und Yannick Richter an der Gitarre das Quartett zum Quintett machte.

Nun geht es wieder mal in die Arena - fünf Jahre nach dem zwanzigsten Geburtstag, als die Band ebenfalls „die Hütte rockte“. Ganz allein in diesem „Tempel“ das Publikum anheizen zu wollen, ist sicher keine geringe Herausforderung. Selbst wenn sich im Laufe der beiden Abende am 4. und 5. Oktober (nachdem der erste Termin schnell ausverkauft war) zwischendurch ausgesuchte Wegbegleiter Cat Ballou „den Rücken stärken“.

„Wir durften ja schon mal in der Arena spielen, ganz allein, das war ein unglaubliches Erlebnis”, blickt Sänger Oli Niesen zurück. „In den letzten fünf Jahren ist aber noch mal unheimlich viel passiert. Wir haben uns musikalisch und als Band in einer schwierigen Zeit enorm weiterentwickelt. Und so freuen wir uns riesig auf diesen einmaligen Abend mit ganz vielen Freunden.“

Gewinnen Sie für das Event am 4. Oktober 2024

2 x 4 TICKETS [“Clique”] für

CAT BALLOU [„25“]

im Wert von 49,90 € in der LanxessArena in Köln

Wer gewann für seine Rolle in der Westernkomödie „Cat Ballou“ (1965) ein Jahr später den Oscar als bester Hauptdarsteller?

Die richtige Antwort per Mail an gewinnspiele@grenzecho.be oder per Postkarte mit Kennwort „Cat Ballou“ an GrenzEcho, Marktplatz 8, 4700 Eupen.

Bitte unbedingt vollständige Kontaktdaten angeben

(Name, Adresse, Telefon, Mail).

Einsendeschluss ist …

Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt.


Zusätzlich Verlosung von je zwei mal zwei Karten via Facebook und Radio Contact Now

In Koproduktion mit dem Management der LanxessArena, der Band und nemo.presse

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