Ecolo Lontzen präsentiert sich mit Zehn-Punkte-Plan

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Das obligatorische Gruppenbild der Liste (es fehlen Ulrike Günther und Christoph Nix) durfte natürlich nicht fehlen. | Foto: José Cnop

Wie bei den letzten Kommunalwahlen geht Ecolo in Lontzen mit Yannick Heuschen auf Listenplatz eins ins Rennen. Seit sechs Jahren agiert der 34-Jährige als Erster Schöffe der Gemeinde. „Ich bin es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen“, machte der Landschaftsgärtner am Samstagabend bei der Listenvorstellung deutlich. Ihm zur Seite, auf Platz zwei, steht Monique Kelleter-Chaineux. Als Spitzenduo will man sich gegenseitig ergänzen, so der Tenor. Die 58-jährige Hausfrau, die sich als Teamplayerin sieht, kennt den Gemeinderat wie ihre Westentasche. „Ich bin Gemeinderatsmitglied seit fast 21 Jahren“, erklärte die Walhornerin und fügte an: „Meine Energie und meine Motivation sind ungebrochen, und ich möchte das, was wir in der letzten Legislatur in der Mehrheit begonnen haben, weiterführen und mit neuen Ideen ergänzen.“ Hinter dem Spitzenduo wurde Ramón Janßen platziert. Dem 29-jährigen Lehrer sind vorrangig die Themen Nachhaltigkeit und Mobilität wichtig. Aber auch die vielfältige Vereinswelt, die er selbst mit Leben füllt, ist ihm ein Anliegen. Als Listendrückerin fungiert die 70-jährige Hiltrud Dujardin-Falter, die zurzeit das ÖSHZ leitet.

Im Vergleich zu den Listen der Energie und Union hat es Ecolo in Lontzen nicht geschafft, eine vollständige Liste zu präsentieren. Ein Nachteil sei das allerdings nicht. Im Gegenteil. „Einen guten Wein macht man auch nicht bis zum Glasrand voll“, kommentierte Yannick Heuschen mit einem Augenzwinkern. „Der letzte Wahlgang, bei dem wir mit einem Kandidaten weniger angetreten waren, war für uns erfolgreich und ist der Beweis, dass die Listengröße nicht unbedingt ausschlaggebend ist.“ Bei den Wahlen vor sechs Jahren konnte Ecolo drei Sitze erobern und sich damit als Koalitionspartner von Energie positionieren. „Wir wären sehr froh, wenn wir die drei Sitze halten könnten. Das wäre ein starkes Signal. Und mehr nimmt man natürlich gerne mit“, erklärte Yannick Heuschen.

Punkten will die Partei aber nicht nur mit Köpfen, sondern vor allem mit ihrem Zehn-Punkte-Plan, der für den Wahlkampf ausgearbeitet wurde. Unter anderem möchte Ecolo „grüne“ Verkehrsachsen schaffen. „Wir möchten 30 Prozent der aufgewendeten Ausgaben in Verkehrswege für Fußgänger und Radfahrer investieren“, führte Yannick Heuschen aus. Die Grünen wollen außerdem die Auswirkungen von Starkwetter-Ereignissen reduzieren. „Wir möchten jedes Jahr 30 Straßenbäume pflanzen, um die Fahrspuren zu beschatten, die Luftqualität zu steigern und die Umgebungstemperatur zu senken.“ Auch das Stichwort Entsiegelung findet sich in dem Plan wieder. Privateigentümer sollen mit einer Prämie dazu ermutigt werden, ihren Grund versickerungsfähiger zu machen.

Ecolo will auf dem Gebiet der Gemeinde zudem die lokale Lebensmittelproduktion fördern. „Wir möchten eine Prämie für Landwirte einführen, um die Direktvermarktung zu unterstützen“, erklärte Monique Kelleter-Chaineux. Ziel sei es, dass die Produzenten und Konsumenten wieder näher zueinanderfinden. Damit aber nicht genug: Ecolo will auch die Bürgerbeteiligung in den Vordergrund stellen. „Wir möchten den von den Bürgern entwickelten kommunalen Plan zur ländlichen Entwicklung als Leitfaden für alle Projekte und Entscheidungen der Gemeinde nutzen“, führte Yannick Heuschen aus. Die Partei strebt außerdem an, die Jugend in Form eines Jugendgemeinderates an den demokratischen Prozessen der Gemeinde teilhaben zu lassen.

Yannick Heuschen & Co. haben sich in Lontzen auch auf die Fahne geschrieben, den Arten- und Tierschutz voranzutreiben und die Dienstleistungen an die Bevölkerung auszuweiten. Neben der Ausweitung des Personalkaders des Bauhofes soll auch ein Nachhaltigkeitsdienst in der Gemeinde geschaffen werden. Einmal mehr will die Partei dafür sorgen, dass bestehende Infrastruktur aufgewertet wird. „Wir setzen uns für die Renovierung der Mehrzweck- und Hubertushalle ein“, so der Spitzenkandidat.

Bei dem Zehn-Punkte-Plan werden übrigens keine Punkte vorrangig behandelt. „Uns sind alle aufgeführten Punkte gleich wichtig“, stellte Monique Kelleter-Chaineux klar und sagte abschließend: „Wir möchten durch die Umsetzung dieser zehn Prioritäten unsere schöne Gemeinde für künftige Generationen in einem lebenswerten Zustand erhalten.“

Die Ecolo-Liste in Lontzen

1. Yannick Heuschen (34)

2. Monique Kelleter-Chaineux (58)

3. Ramón Janßen (29)

4. Ulrike Günther (35)

5. Ulrich Knittel (71)

6. Ingrid Hensen (68)

7. Lee Furnémont (18)

8. Nicole Ligges (55)

9. Christoph Nix (45)

10. Katja Langer (53)

11. Eduard Maassen (unbek.)

12. Françoise Lemmens (61)

13. Bernhard Hessenius (68)

14. Hiltrud Dujardin-Falter (70)

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