Carlo Lejeune und Alfred Rauw lassen diese Zeit in einer rund 50-seitigen Broschüre Revue passieren. Zunächst zeichnen sie die europäische Suche nach der optimalen Gemeinde nach, skizzieren die Leitlinien der Gemeindefusionspläne in Belgien, gehen auf die ostbelgischen, teils heftigen Reaktionen ein, erläutern, warum sich vor Ort eine Verweigerungshaltung breitmachte, und zeigen, wie sich die Regierung letztlich mit diesen Plänen durchsetzte.
In einem dritten Teil kommentieren sie die Erinnerung von Gerhard Palm, der die sehr heftigen Auseinandersetzungen in der Gemeinde Büllingen nachzeichnet, die Schwierigkeiten der Mehrheitsbildung für den ersten Gemeinderat und die unzähligen Probleme für den Aufbau einer modernen Verwaltung.
Im vierten Teil zeichnet Carlo Lejeune die Entwicklung der Gemeinden in den vergangenen 50 Jahren nach, wobei dies vor allem in einem Vergleich mit anderen europäischen Regionen geschieht.
Die Vorstellung dieser Veröffentlichung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein „Zwischen Venn und Schneifel“ am Montag, 16. September, um 19.30 Uhr im Rathaus von Büllingen. (red/ab)

Kommentare
.. auch in der jetzigen Großgemeinde, Raeren-Eynatten/Lichtenbusch und Hauset, war auch nicht alles in Ordnung. Besonders in Eynatten war der Ärger noch jahrelang zu hören, denn ab der Fusion mußten, die Eynattener wieder Gemeindesteuer auf ihr Einkommen bezahlen, was bis dahin nicht der Fall war. Denn in Eynatten waren die Einkommen vom damaligen Zoll an der Autobahn so groß, dass keine zusätzlichen Steuern zu zahlen waren. Damit aber nicht genug, vor der Fusion war Eynatten mit den reichsten Gemeinden in Belgien, durch eben diese Zolleinnahmen. Mit dem Eynattener Geld wurden dann jahrelang Arbeiten fast nur auf dem Gelände der Altgemeinde Raeren ausgeführt, was den übrigen Einwohner sehr stank. Noch heute zähöt die Großgemeinde Raeren zu den reichsten und dieses auf Grundlage von dem damalige Eynatten.
Vergessen kann man das nicht.
.. unser damaliger Gemeindesekretär, weiß darüber vielleicht noch mehr zu erzählen..
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