PFF will in Eupen weiter mitmischen

<p>Mit dieser Mannschaft tritt die PFF bei den Gemeindewahlen am 13. Oktober an. 19 der 27 Mitstreiter kandidieren erstmals in Eupen.</p>
Mit dieser Mannschaft tritt die PFF bei den Gemeindewahlen am 13. Oktober an. 19 der 27 Mitstreiter kandidieren erstmals in Eupen. | Foto: PFF

„Unser Ziel war es immer, finanziell tragbare Investitionen zu tätigen, die unsere Stadt noch attraktiver und lebenswerter machen, damit sich unsere Mitbürger in Eupen und Kettenis sicher und wohlfühlen“, rief der ehemalige Sektionspräsident Ralph Lentz einleitend Grundsätzliches in Erinnerung. Genau an dieser Zielsetzung richtet sich auch das aktuelle Wahlprogramm der PFF aus. So gehören die Themen Sicherheit und Lebensqualität zu den Eckpfeilern, mit denen die Liberalen bei den Eupener Wählern punkten möchten. Fehlen dürfen darüber hinaus auch Leitsätze wie „Wirtschaft und Tourismus fördern“ sowie „Finanzen und Soziales gewissenhaft gestalten“ nicht, machen sie doch traditionell die politische DNA der PFF aus. Eine neue Duftmarke will die Partei derweil mit einer stärkeren Fokussierung auf umweltbewusste Stadtplanung setzen. Und auch beim Thema Kommunikation wollen die Liberalen neue Akzente setzen. „Klare Kommunikation für ein besseres Miteinander“ soll nach ihrem Verständnis durch ein stärkeres Einbeziehen aller Beteiligten gelingen, womit mehr Transparenz und Mitsprache einhergehe.

Mit welcher Mannschaft die PFF an der Realisierung dieser fünf Schwerpunkte arbeiten möchte, zeichnete sich bereits im Vorfeld teilweise ab. So hatten die Liberalen zu Jahresbeginn für Klarheit auf den vorderen Listenplätzen gesorgt, als sie die Spitzenkandidatur von Lucas Reul (33) publik machten. Ihm zur Seite steht mit Joëlle Birnbaum-Köttgen auf Platz zwei eine Newcomerin, die nach eigener Aussage gerne politische Verantwortung – sprich ein Schöffenamt – übernehmen würde. Mit Michael Scholl auf Platz drei setzt die PFF „auf das Gesicht der Stadt Eupen“, wie man erklärte. Der langjährige Bau- und Mobilitätsschöffe hatte ebenfalls frühzeitig durchblicken lassen, noch gerne eine weitere Amtszeit als Schöffe „dranhängen“ zu wollen, um von ihm begleitete Projekte zu einem guten Ende zu bringen.

Dass es in Reihen der PFF nach zwölf Jahren Mehrheitsbeteiligung in Eupen nicht an Selbstbewusstsein und weiteren kommunalpolitischen Ambitionen fehlt, machte bei der Listenvorstellung Ralph Lentz deutlich: „Unser Ziel ist es, nach den Wahlen nicht nur der neuen Mehrheit anzugehören, sondern auch den Bürgermeister zu stellen.“ Lucas Reul, so seine Einschätzung, finde den richtigen Umgangston mit den Bürgern und verfüge über das nötige Durchsetzungsvermögen, um nach Fred Evers und Karl-Heinz Klinkenberg der dritte Eupener Bürgermeister aus den Reihen der PFF zu werden. „Wir haben ein sehr gutes Programm und eine hervorragende Liste“, schloss Ralph Lentz sein Loblied ab – und erntete hierfür kräftigen Applaus seiner Mitstreiter.

Die Eupener PFF-Mannschaft weist dabei zahlreiche neue Gesichter auf. Von den 27 Kandidaten, die für die Liberalen in den Stadtrat einziehen wollen, treten 19 zum ersten Mal an. Die Jüngste von ihnen ist Valentine Evers (25), der älteste Vertreter, Manfred Kärcher, zählt „zarte“ 73 Jahre. Alle drei „einfachen“ Mitglieder der derzeitigen PFF-Stadtratsfraktion – Raphaël Post, Jenny Baltus-Möres und Céline Schlenter-Schunck – stellen sich zudem erneut zur Wahl. Große Hoffnungen ruhen diesmal auf einem Newcomer am unteren Ende des Kandidatenfelds. Ewald Broichhausen wird die Rolle des Listendrückers übernehmen. Der 62-jährige Unternehmer ist in Eupen ein bekanntes Gesicht. Oder wie er selber bei der Vorstellung am Freitagabend sagte: „Ich bin ein bunter Hund – im positiven Sinne“.

Gleichwohl muss die Partei auf die Unterstützung zweier letztmaliger Stimmengaranten verzichten. Philippe Hunger, 2018 als Spitzenkandidat für die PFF angetreten und seither Erster Schöffe, zieht sich aus der Kommunalpolitik zurück. Diesen Schritt hat Kattrin Jadin bereits 2022 vollzogen, um ihren neuen Job als Verfassungsrichterin antreten zu können.

Das sind die PFF-Kandidaten:

1. Lucas Reul (33)

2. Joëlle Birnbaum-Köttgen (36)

3. Michael Scholl (58)

4. Jenny Baltus-Möres (41)

5. Raphaël Post (44)

6. Stéphanie Hansen (39)

7. Knut Lenz (45)

8. Ursula Köttgen (67)

9. Ralph Schröder (45)

10. Wasiliki Kokkota (52)

11. Alain Lamberty (48)

12. Nadine Emonts-pool (44)

13. Daniel Dispas (44)

14. Indra Peters (28)

15. Raphaël Pelzer (33)

16. Céline Schlenter-Schunck (47)

17. Pierre Simon (70)

18. Semra Bosnjak (33)

19. Eric Cautaerts (55)

20. Nicole Enders (62)

21. Peter Nyssen (66)

22. Heike Schulzen (47)

23. Donovan-Jason Niessen (31)

24. Christiane Sarlette (59)

25. Manfred Kärcher (73)

26. Valentine Evers (25)

27. Ewald Broichhausen (62)

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