Was passiert mit der Mädchenschule?

Das unablässige Wachstum der Bürokratie ist offenbar der Preis, den wir für unsere Autonomie bezahlen müssen. Die Zahl der Mitarbeiter der verschiedenen Ministerien ist dem Vernehmen nach so groß, dass die Staatsdiener in der Gospertstraße eng übereinander wie in einem Hühnerstall hocken.

Um dem abzuhelfen, finden im Eupener Regierungsviertel derzeit gewaltige An-, Um- und Neubauten statt. Natürlich haben die Angestellten des Staates Anspruch auf einen ordentlichen Arbeitsplatz, wenn sie ihrem Dienst an den Bürgern nachkommen sollen. Aber es stellt sich die Frage, ob dafür unbedingt das bestehende Behördenhaus aufgestockt werden muss, was sicherlich aufwändig und kostspielig ist.

Hätte man nicht besser die anliegende Mädchenschule nutzen können, um den Platzmangel zu beheben? Die ehemalige Schule ist ein Paradestück funktioneller Architektur des 19. Jahrhunderts. Die Fassaden wurden durch einen Erlass der Regierung 2018 unter Schutz gestellt. Dieser weitläufige Bau in bester Lage ist Eigentum der DG und böte unendlich viele Möglichkeiten. Wäre dies nicht eine Anfrage im Parlament wert gewesen?

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