Basel richtet den Eurovision Song Contest 2025 aus

<p>Bis zuletzt waren zwei Städte für die Austragung des Eurovision Song Contest 2025 im Rennen.</p>
Bis zuletzt waren zwei Städte für die Austragung des Eurovision Song Contest 2025 im Rennen. | Foto: Georgios Kefalas/KEYSTONE/dpa

Das Spektakel soll in der St. Jakobshalle stattfinden, die durch Tennisturniere und andere Sportveranstaltungen bekannt ist. Sie hat Platz für 12.000 Leute. Die Show soll zudem ins nahegelegene Fußballstadion St. Jakob-Park übertragen werden. Dort ist Platz für 20 000 Menschen. Die Stadt rechnet mit Kosten von rund 30 bis 35 Millionen Franken (37 Mio Euro).

Das Motto heißt: „Grenzen überwinden“. Wie das geht, lebt Basel seit Jahrzehnten vor: Die Stadt selbst grenzt unmittelbar an Deutschland und Frankreich, und die Gemeinden im Dreiländereck arbeiten so eng zusammen, dass Bewohner die Grenzen kaum noch wahrnehmen. „Der ESC verbindet und inspiriert, über alle Grenzen hinweg“, hatte die Stadt bei ihrer Bewerbung geschrieben und sich mit ihrer „weltgewandten Szene“ empfohlen.

Das Motto passt auch zum ESC, bei dem sich zuletzt immer öfter politische Spannungen niederschlugen, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine oder dem Krieg Israels gegen die Terrororganisation Hamas im Gazastreifen.

Nemo brachte den ESC in die Schweiz.

Dass die Schweiz Gastgeber würde, stand seit dem Sieg von Nemo beim 68. ESC in diesem Jahr in Malmö fest. Bei dem Musikwettbewerb bewerben sich öffentlich-rechtlichen Medienorganisationen überwiegend aus Europa, die EBU-Mitglieder sind, mit einem Song um die höchsten Ehren. Das Siegerland richtet in aller Regel den nächsten ESC aus.

Nemo gewann mit dem Song „The Code“. Nemo kam in der Gesamtwertung aus den Stimmen der Jurys in den Mitgliedsländern und des Publikums auf den ersten Platz vor Kroatien.

Basel, Heimat von Pharmakonzernen wie Roche und Novartis, ist kulturell unter anderem wegen seiner legendären Fasnacht mit Wurzeln bis ins 14. Jahrhundert bekannt. Sie gehört zum Weltkulturerbe. International beachtet ist unter anderem auch das Museum Fondation Beyeler für moderne und zeitgenössische Kunst in Riehen bei Basel.

Für die Schweiz ist es der dritte ESC: Sie richtete den ersten Wettbewerb 1956 in Lugano aus und gewann auch mit Lys Assia. Der nächste Gastgeber war allerdings Frankfurt. Ein zweites Mal gewann die Kanadierin Céline Dion 1988 für die Schweiz und startete damit ihre internationale Karriere. Im folgenden Jahr fand der Wettbewerb in Lausanne statt. (dpa/mo)

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