Nach einem 4:4 in der ersten Runde lag Chaâri gegen Marton in der zweiten Runde schon mit 0:6 in Rückstand, ehe ihr die ersten beiden Punkte gelangen. Beim 3:9 28 Sekunden vor Schluss schien der Kampf entschieden, doch dann setzte die junge Belgierin Treffer um Treffer. Sieben Sekunden vor Kampfende führte Chaâri plötzlich mit 10:9, doch auch der Ungarin gelang vier Sekunden vor Ende noch ein Treffer zum entscheidenden 11:10-Sieg.
In der zweiten Runde hatte die belgische Weltranglistenerste nach zwei Runden (0:0 und 1:0) die Ägypterin Aya Shehata besiegt. Chaâri und Shehata lieferten sich einen sehr engen Kampf und konnten in der ersten Runde nicht punkten. In der zweiten Runde machte Chaâri mit einem einzigen Schlag den Unterschied aus: 1:0.
Zuvor hatte Chaâri, die sich im Mai in Belgrad zur Europameisterin gekrönt hatte, die Dominikanerin Andrea Madelyn Rodriguez, die an Nummer 16 der Weltrangliste geführt wird, in zwei Runden klar besiegt (6:2 und 11:2).
Für die 19-jährige Chaâri, die jüngste Athletin in der belgischen Delegation, sind es ihre ersten Olympischen Spiele. Im vergangenen Jahr war die Hennegauerin bereits bei den Europaspielen in Polen dabei, wo sie als 18-Jährige ebenfalls auf Anhieb Gold gewann (in der Klasse bis 62 kg). In dieser Klasse krönte sie sich 2022 in Guadalajara (Mexiko) auch zur Weltmeisterin. (belga/leo)

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