Zweiter Olympiasieg: Evenepoel krönt sich zum Rad-König von Paris

<p>Radstar Remco Evenepoel hat auch das olympische Straßenrennen gewonnen.</p>
Radstar Remco Evenepoel hat auch das olympische Straßenrennen gewonnen. | Foto: Photo News

Remco Evenepoel stieg auf der Ziellinie von seinem Ersatzrad und breitete nach seinem historischen Erfolg im Schatten des Eiffelturms die Arme aus. Eine Woche nach seinem Triumph im Zeitfahren hat sich der Tour-Dritte als erster Fahrer der Geschichte zum Doppel-Olympiasieger auf der Straße gekürt – der souveräne Sieg geriet trotz eines späten Defekts nicht mehr in Gefahr.

Vor der Traumkulisse der Pariser Innenstadt gewann der 24 Jahre Ex-Weltmeister am Samstag das Straßenrennen über 273 km und machte den größten Erfolg seiner Karriere perfekt. Evenepoel siegte nach einer taktischen und fahrerischen Meisterleistung als Solist.

Rund 15 km vor dem Ziel hatte Evenepoel Valentin Madouas als letzten Verfolger abgehängt. Dieser gewann Silber, Bronze sicherte sich in Abwesenheit des slowenischen Tour-Champions Tadej Pogacar in Christophe Laporte ein weiterer Franzose. Jasper Stuyven belegte als zweitbester belgischer Starter mit 2:20 Minuten Rückstand Rang 21. Wout van Aert und Tiesj Benoot folgten auf den Plätzen 37 und 48.

<p>Remco Evenepoel in Paris in Aktion</p>
Remco Evenepoel in Paris in Aktion | Foto: Photo News

Evenepoel gab auf dem kurvenreichen und technisch anspruchsvollen Rundkurs das Tempo vor. Sein niederländischer Rivale, Weltmeister Mathieu van der Poel, war in der Verfolgung auf sich gestellt. Von seinem belgischen Begleiter Wout van Aert konnte er keine Hilfe erwarten.

Evenepoel verschärfte nochmals das Tempo und hängte Madouas ab - dann wurde es für einige Momente dramatisch, das Material streikte: Vier Kilometer vor dem Ziel musste Evenepoel das Rad wechseln. Doch die Triumphfahrt des Belgiers zum zweiten Gold der Sommerspiele in Paris geriet nicht mehr in Gefahr. Am Ende hatte er 1:11 Minute Vorsprung auf den zweitplatzierten Valentin Madouas.

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Lediglich 90 Fahrer machten sich am Samstagmorgen am Eiffelturm auf den Weg in den Südwesten von Paris. Belgien war mit vier Fahrern. Neben Evenepoel und Wout van Aert waren auch noch Jasper Stuyven und Tiesj Benoot dabei. Die geringe Teamgröße erschwerte es, das Rennen zu kontrollieren – und so bot sich Außenseitern die Chance, sich zu hin und wieder zu zeigen.

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Die Strecke – eine Mischung aus den hügeligen WM-Kursen von Löwen und Glasgow – hatte zwar nur 2.800 Höhenmeter, doch hielten sich die flachen Abschnitte außerhalb der französischen Hauptstadt in Grenzen. Die meisten Fahrer kannten die Straßen und insgesamt 13 Anstiege aus dem Frühjahr von der Fernfahrt Paris-Nizza, die in der Region gestartet wird. (dpa/sid/calü)

Kommentare

  • Von Van Aert hat er sehr viel Hilfe während des Rennens bekommen, und das Tempo hat Benoot gemacht. Hier werden wohl nur die letzten 30 Km kommentiert. Das war eine fantastische Teamleistung während des gesamten Rennens, auch von Stuyven! Remco ist ein Superheld, ja, aber man muß es nicht so darstellen, als wäre er ganz alleine auf über 270 km gewesen. Mehr Respekt gegenüber seinem Team wäre angebracht, die einen großen Anteil am Erfolg hatten.

  • Harr Barth

    Ich gebe ihnen vollkommen recht, nur ist es leider so das leider nicht die Rennfahrer die Artikel schreiben, ich glaube schon das sich Remco bei jeden Fahrerkollegen bedankt hat.

  • Herr Aussems, ich meinte ja auch die Journalisten, und nicht Remco.

  • Hallo Herr Barth

    Hatte ich schon verstanden, sorry vielleicht hatte ich mich falsch ausgedrückt.

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4 Comments