Viel Regen und weiter Unwettergefahr in der Schweiz

<p>Zerstörte Häuser und Trümmer in Fontana, Val Bavona, im Maggiatal, in der Südschweiz. Schwere Unwetter und sintflutartige Regenfälle haben in der vergangenen Woche im Schweizer Val Maggia und seinen Seitentälern im Tessin Häuser und Infrastruktur zerstört und Menschenleben gefordert.</p>
Zerstörte Häuser und Trümmer in Fontana, Val Bavona, im Maggiatal, in der Südschweiz. Schwere Unwetter und sintflutartige Regenfälle haben in der vergangenen Woche im Schweizer Val Maggia und seinen Seitentälern im Tessin Häuser und Infrastruktur zerstört und Menschenleben gefordert. | Foto: Samuel Golay/KEYSTONE/TI-PRESS/dpa

Vor einer Woche waren bei Erdrutschen und Überflutungen durch angestaute Bergflüsse allein in der Region Maggiatal im Tessin sechs Menschen umgekommen, darunter drei Frauen aus Baden-Württemberg. Vor zwei Wochen waren im Misoxtal in Graubünden vier Menschen von Wassermassen fortgerissen worden. Nur eine konnte lebend geborgen werden.

Bislang meldeten die Behörden aber keine weiteren Katastrophen.

Im Südtessin an der Grenze zu Italien fielen 110 Millimeter Regen in 24 Stunden, davon 48 Millimeter innerhalb von zwei Stunden, wie der Wetterdienst MeteoSchweiz berichtete. Erst heute Abend soll der Regen nachlassen. Auch in Graubünden regnete es heftig.

Menschen mit Hubschrauber in Sicherheit gebracht

In der Region des Maggiatals haben Rettungskräfte vor dem neuen Regen neun Menschen mit Hubschraubern vorsichtshalber in Sicherheit gebracht. Andere zogen vorübergehend zu Verwandten und Freunden, bevor die Zugangsstraßen ins abgelegene Bavonatal geschlossen wurden. Nach Angaben der Behörden wollten einige Menschen ihre Häuser allerdings nicht verlassen, obwohl sie in Gefahrenzonen für Erdrutsche lagen.

In Graubünden hielt die gerade erst einspurig wieder eröffnete Nord-Süd-Autobahn A13 dem Regen stand. Wassermassen hatten vor zwei Wochen einen Teil der Fahrbahn unterspült und fortgerissen. Das Bundesamt für Straßen hat die auch für den Ferienverkehr wichtige Verbindung aber im Rekordtempo einspurig wieder aufgebaut und freigegeben.

Schäden in Millionenhöhe - Brücke eingestürzt

Im Tessin war am vergangenen Wochenende durch Unwetter die Autobrücke zwischen Visletto und Cevio teils eingestürzt. Mehrere Dörfer im Maggiatal können deshalb per Auto nicht mehr erreicht werden. (dpa/ag)

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