St.Vith
Die tabakologischen Sprechstunden von Dr. Tallsund sind darauf ausgerichtet, den Patienten zu helfen, ihre Motivation, ihre bisherigen Schwierigkeiten und die verschiedenen verfügbaren Methoden zur Raucherentwöhnung zu verstehen. Jeder Patient profitiert von einem ausführlichen Gespräch, in dem die Vorgeschichte seines Tabakkonsums, seine früheren Aufhörversuche und sein allgemeiner Gesundheitszustand besprochen werden. Basierend auf diesem Erstgespräch wird ein individueller Plan erstellt, der Optionen wie Pflaster, Kryo-Aurikulotherapie oder Hypnose umfassen kann.
Dr. Tallsund erklärt: „Die Rauchentwöhnung ist ein komplexer Prozess, der einen individuellen Ansatz erfordert. Es ist von entscheidender Bedeutung, die Motivationen jedes einzelnen Patienten zu verstehen und die Strategien auf seine spezifischen Bedürfnisse abzustimmen.“
Zusammenarbeit mit der ASL ermöglicht bessere Ergebnisse.
Um eine umfassende und kohärente Betreuung anbieten zu können, arbeitet die Ärztin eng mit der Arbeitsgemeinschaft für Suchtvorbeugung und Lebensbewältigung (ASL) zusammen, die in der Klinik ebenfalls Beratungen zur Raucherentwöhnung anbietet. Die Angebote ergänzen sich, sodass die Patienten eine koordinierte Unterstützung erhalten und ihre Erfolgschancen maximiert werden.
Dr. Tallsund entschied sich für die Zusatzausbildung in Tabakologie aufgrund der hohen Prävalenz von rauchenden Patienten und der zahlreichen medizinischen Komplikationen, die mit dem Rauchen verbunden sind, insbesondere bei der Allgemeinanästhesie und bei schwangeren Frauen. „Die Auswirkungen des Tabakkonsums und neuer Konsumformen wie das Vaping zu verstehen, ist entscheidend für eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Versorgung meiner Patienten“, betont sie.
Für Einwohner der Deutschsprachigen Gemeinschaft erstattet das Ministerium die erste Tabakologie-Sprechstunde mit 30 Euro, die zweite bis achte mit 20 Euro. Schwangere Frauen erhalten für die ersten acht Sitzungen jeweils 30 Euro. Patienten, die in der Französischen Gemeinschaft ansässig sind, wird die erste Sprechstunde mit 30 Euro und die zweite bis achte mit 20 Euro von der Krankenkasse erstattet.
Rauchen kann verschiedene Arten von Krebs verursachen, nicht nur Lungenkrebs. Zudem können die Lungen erheblich geschädigt werden, was zu Krankheiten wie COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) führen kann. Darüber hinaus erhöht Rauchen die Wahrscheinlichkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bekommen. Nach den neuesten Erkenntnissen des Gesundheitsinstituts Sciensano sterben in Belgien jedes Jahr über 9.000 Menschen an den Folgen des Rauchens, was einem Todesfall pro Stunde entspricht.
Termine für Tabakologie-Sprechstunden können über das Sekretariat der Chirurgie der Klinik St. Josef unter der Nummer Tel. 080/854 172 vereinbart werden. (red/ab)

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