Auf „Dä!“ folgt „Njo!“ Njo, die Kurzform von „Ich hab et dir doch gesagt!“. Was haben wir den Leuten im Wahlkampf denn erzählt? Naja, eigentlich nur, dass sich ihre tägliche Arbeit lohnen soll. Nicht mehr und nicht weniger. Genau diese Sicht auf die Dinge wurde mit dem Wahlergebnis vom 9. Juni bestätigt.
Das passt einigen aber anscheinend nicht. Gerne und häufig versuchen uns grüne Politikerinnen und Politiker auf allen Ebenen zu belehren, zu erziehen und uns einzureden, dass das Ende naht. Diese Weltuntergangsstimmung hat allerdings nur zum vorläufigen Vertrauensverlust in die grüne Politik geführt - und das nicht nur in Belgien. Dieser Trend könnte sich wohl bei den Gemeinderatswahlen fortsetzen.
Zum Inhalt des Textes lässt sich allerdings nur sagen, dass die Grünen wohl kaum die einzigen sind, die Wirtschaft und Umweltschutz miteinander verbinden möchten. Im Gegenteil: Dort, wo die Liberalen mitregieren, wird nachhaltig finanziert. Ein liberaler Finanzminister der Wallonie hat den Grundstein für nachhaltige Investitionen gelegt – insgesamt 2,2 Mrd. Euro. Investitionen ja, aber Eigenverantwortung ist genauso wichtig!
Wer arbeitet, muss mehr haben als eine Person, die nicht arbeitet. Ist das nur eine Parole? Wohl kaum! Das sind die Worte der Zukunft. In dieser Zukunft wird gearbeitet, gekauft, gebaut und gelebt. Kurzum, wir Liberale bieten Antworten auf Themen aus der Bevölkerung. Vielleicht sollte mal darüber nachgedacht werden, warum gerade diese Inhalte gewählt worden sind, statt pauschal die Liberalen als das Böse auszumachen.
Vielleicht dürfte den grünen Vertretern dann ein Licht aufgehen, welches sie in so manchem Dorf in ihrer Regierungsbeteiligung mit Freude nachts abgeschaltet haben.
Es grüßt,
die liberale Zukunft!
Kommentare
Als überzeugter Liberaler wollte ich mal klarstellen, was in den grün-linken Medien nie berichtet wird.
Wer war die wirklich allererste Partei in Europa, die "Umweltpolitik" ins Gespräch brachte?
Nun werden die meisten meinen, dass waren bestimmt die grünen Parteien, insbesondere die deutschen Grünen - NEIN.
Die 1. Partei Europas, die Umweltpolitik in die Diskussion brachte, waren die deutschen Liberalen, also die F.D.P. im Jahr 1971!
Das war der Vierte Punkt in den "Freiburger Thesen".
Folgende Punkte gelten als Eckpfeiler realitätsbezogener Umweltpolitik:
-Umweltschutz hat Vorrang vor Gewinnstreben und persönlichen Nutzen.
-Umweltschädigung ist kriminelles Unrecht.
Ich habe mich oft gefragt, ob die Neo-Marxisten der APO (Ausser-Parlamentarische Opposition, eine Studentenbewegung der '68er') als Mitbegründer der deutschen Grünen sich viele dieser Ideen einige Jahre später bedient haben, um damit erneut eine sozialistische Gesellschaft zu rechtfertigen. Ich meine mittlerweile ja.
Die einzige Antwort darauf muss liberale Politik sein - aber bitte nicht Liberale, die grün-sozialistische Politik machen. Man brauchte sich nur die DDR und andere Ostblock-Staaten anzuschauen, als der Sowjet-Kommunismus endete: In sozialistischen Ländern wird der Umweltschutz mit Füßen getreten. Die Umweltpolitik der Grünen ist eine Show, und sonst nichts.
Vielen Dank für diese Anwort der jungen Liberalen auf die 'Vegder Denkfabrik'.
Make Europe Liberal Again!
Ein Klimawandelleugner (Klimaquatsch), Coronaleugner (Coronaquatsch) und reaktionärer Wissenschaftsfeind (CO2 hat keinen Einfluss auf die Erderwärmung) als "überzeugter Liberaler".m!
Eine liberale Partei, die solche Sympathisanten hat, braucht keine politischen Gegner.
Anstelle der jungen Liberalen würde ich mich von dieser vergifteten Schützenhilfe distanzieren.
Wie überzeugend allerdings liberale Politiker als "Gründerväter" des Umweltschutzes sich für Umweltbelange einsetzen, zeigt uns die 5%-FDP und der liberale Verkehrsminister in... Deutschland, die sich gegen jede vekehrstechnische und ökologische Vernunft und als Vorzeige-Auto-Lobbyisten, seit Jahrzehnten hartnäckig gegen ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen zur Wehr setzen.
Dass Deutschland neben Afghanistan, Bhutan, Burundi, Haiti und Mauretanien das einzige Land auf diesem Planeten ohne Tempolimit auf Autobahnen ist, ist einem falsch verstandenen Liberalismus und falsch verstandener individueller Freiheit geschuldet.
So falsch wie G. Scholzen und wirtschaftsliberale Kreise diese Begriffe interpretieren und dem Primat von ungezügeltem Konsum und grenzenlosem Wachstum unterordnen.
Koste es was es wolle und seien es die Lebensgrundlagen des Homo Sapiens Sapiens.
Zu der Streitfrage, wer denn nun die größten Klima- und Umweltschützer sind, die Grünen, die Liberalen oder der „überzeugte Liberale“ Scholzen, der sich auf die F.D.P. von 1971 unter Walter Scheel beruft, hier ein paar – stark gekürzte - Zitate aus einem Wahlprogramm:
„Die negativen Auswirkungen des Klimawandels machen auch vor unserer Region keinen Halt. […] im Juli 2021 als Gemeinschaft am eigenen Leib erfahren. […] , […] dass wir die europäischen Klimaziele ernstnehmen sollten und umweltfreundliche Technologien stärker fördern müssen.“
„Neben zusätzliche[n] Investitionen in erneuerbare Energie können wir […]“
„ […]…fördern wir umweltfreundliche landwirtschaftliche Praktiken, die sich […]. Darüber hinaus stärken wir die Widerstandsfähigkeit unseres Landwirtschaftssektors gegenüber Herausforderungen wie dem Klimawandel und der Volatilität der Märkte.“
„Die Förderung erneuerbarer Energien ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Investitionsstrategie. Erneuerbare Energien sind nicht nur entscheidend für den Kampf gegen den Klimawandel, sondern bieten auch enorme wirtschaftliche Chancen.“
„Durch den Ausbau von Wind-, Solar- und Biomasseanlagen können neue Arbeitsplätze in der Energiebranche geschaffen werden, während gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert wird.“
Nein, es stand nicht im Programm der Grünen, obwohl das durchaus der Fall gewesen sein könnte, es ist aus dem „Wahlprogramm 2024“ der PFF.
Wenn alle diese Aussagen wenigstens das Papier wert sein sollen, auf dem sie dem Wählervolk ins Haus geflattert sind, dann kann deren Verwirklichung durch das wiederholte Wort „Förderung“ nur durch zum Teil schmerzhafte Einschnitte an anderer Stelle kompensiert werden.
Oder haben die Liberalen den aus dem Märchen bekannten Topf mit Goldmünzen am Fuße des Regenbogens gefunden?
Wie das gehen soll, darauf müssten die so forschen Jungen Liberalen möglichst schnell ganz konkrete Antworten geben, da sie ja lauthals hinausposaunen, solche zu besitzen.
Die heutigen Liberalen in Deutschland haben sich bis jetzt jedenfalls immer nur als Bremser hervorgetan, wie Herr Leonard anmerkt. 1971 ist längst vergessen…
Danke für diese aufschlussreiche Recherche, Herr Schleck!
Als “überzeugtem Liberalen” und bekennendem Klimawandelleugner und Gegner regenerativer Energien müsste G. Scholzen dieses liberale Wahlprogramm eigentlich im Halse stecken geblieben sein.
Es sei denn, die Umweltpolitik der Liberalen ist nur… “eine Show”.
An Schleck und Leonard,
Energiewende ist Zerstörung von Umwelt und Natur! Von sinnlosem Waldrodungen bis Raubbau an seltenen Erden,... etc... "Umweltschädigung ist kriminelles Unrecht." Die Energiewende zerstört Natur und rettet gar nichts, auch nicht die En,ergieversorgung der Menschen, und füllt nur die Taschen derjenigen, die daran verdienen. Also der Tatbestand "Umweltschutz hat Vorrang vor Gewinnstreben und persönlichen Nutzen" wird hiermit auch festgestellt.
Grüne Agitateure sind nach liberalen Maßstäben ideologisch motivierte Kriminelle!
Und ansonsten... Mit den Folgen eines angeblich menschengemachten Klimawandels ist es genau so wie mit UFOs und Gespenstern: Wenn man daran glaubt, dann sieht man auch welche.
Vor 20 Jahren wurde von den Klimagurus gesagt, dass "15°C ist die ideale globale Durchschnitts-Temperatur". Aber laut WMO in Genf haben wir die noch gar nicht erreicht. Also kann es sogar nach deren eigenen Aussagen von vor jahrzehnten keine gefährliche Klimaerwärmung geben.
Na, liebe Jungliberale, da haut aber einer euch euer Wahlprogramm m¨ächtig um die Ohren.
„Grüne Agitateure sind nach liberalen Maßstäben ideologisch motivierte Kriminelle“.
Wow! Jetzt verstehe ich besser, was liberale Maßstäbe eines „überzeugten Liberalen“ sind. Klingt wirklich überzeugend… liberal und so rechtsstaatlich.
Wenn man das oben zitierte Wahlprogramm der Liberalen zum Thema Klimawandel und Umweltschutz liest, sind im Umkehrschluss dann wohl auch liberale Klima- und Umweltschützer (Agitateure) „ideologisch motivierte Kriminelle“.
Richtig, Norbert Schleck. Mal gespannt, ob die jungen Liberalen diese schallende Ohrfeige von einem „überzeugten Liberalen“ widerspruchslos hinnehmen.
PS. Es würde mich auch interessieren, ob die Bezeichnung „Kriminelle“ generell für „grüne Agitateure“, vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt ist.
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