Medikamente im Straßenverkehr: Vias fordert Symbole auf Verpackungen

<p>Medikamente können das Reaktionsvermögen beeinträchtigen, was im Straßenverkehr schnell zur Gefahr werden kann.</p>
Medikamente können das Reaktionsvermögen beeinträchtigen, was im Straßenverkehr schnell zur Gefahr werden kann. | dpa

Medikamente können die Fahrtüchtigkeit stark beeinträchtigen. Das Institut für Verkehrssicherheit Vias fordert daher Symbole auf Medikamentenverpackungen, die Patienten darüber aufklären, inwiefern die Einnahme Reaktions- und Koordinationsfähigkeit einschränkt. Laut Vias sind etwa vier Prozent der Unfälle auf die Einnahme von Medikamenten zurückzuführen.

“Ärzte, Apotheker und Patienten schenken diesem Aspekt häufig zu wenig Aufmerksamkeit”, bedauert Vias-Sprecher Stef Willems im flämischen Rundfunk. “Die Wirkung ist von Medikament zu Medikament und von Person zu Person unterschiedlich, aber manchmal haben Medikamente den gleichen Effekt wie 0,5 bis 0,8 Promille Alkohol im Blut.”

Symbole in verschiedenen Farben sollen demnach künftig anzeigen, welchen Effekt ein Medikament auf die Fahrtüchtigkeit hat. Grün bedeutet: die Einnahme ist unbedenklich. Rot heißt, dass ein Medikament einen ernsthaften Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit haben kann.

Welche Medikamente haben im Straßenverkehr nichts verloren?

“In der Regel die sogenannten Benzodiazepine, also Schlafmittel, Beruhigungsmittel und Medikamente gegen Epilepsie. Aber auch Schmerzmittel, Antidepressiva, Antipsychotika, Augentropfen und Antiallergika”, so Willems.

Laut Vias setzen sich in Belgien sechs Prozent der Autofahrer unter 35 Jahren, hauptsächlich Männer, mindestens einmal im Monat unter dem Einfluss von Schlaf- oder Beruhigungsmitteln ans Steuer. (vrt)

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