Einladungen wurden an genau 8.359.908 belgische Wähler verschickt, von denen viele zum ersten Mal wählen werden. Es werden 830.865 sein, darunter 244.957 Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren, die nur für das Europäische Parlament wählen. Dies ist eine Neuheit bei dieser Wahl. Und obwohl die ursprüngliche Idee war, diese Minderjährigen in die Wahlkabine „einzuladen“, für sie die Wahl also nicht verpflichtend zu machen, ist dies doch nicht der Fall. Sie sind zur Teilnahme verpflichtet, weil in Belgien die Wahlpflicht für jeden gilt, also auch für sie, wie der Verfassungsgerichtshof entschieden hatte. Zu den in Belgien ansässigen Personen kommen noch 76.464 EU-Bürger (darunter 653 im Alter von 16 und 17 Jahren), die sich hierzulande in das Wählerverzeichnis eingetragen haben. Sie wählen nur das Europäische Parlament.
Hier ein Video zur elektronischen Wahl, die auch in den neun deutschsprachigen Gemeinden stattfindet (Text geht unter dem Video weiter)
Die technischen Probleme mit den Computern der Vorsitzenden der Wahllokale werden nach und nach gelöst, versicherte derweil ein Sprecher des föderalen Innenministeriums gegen 11 Uhr am Sonntagmorgen. „Die Dinge entwickeln sich in die richtige Richtung“, kündigt er an.

Es gibt immer noch technische Probleme mit acht der 4.207 Computer der Bürovorsteher, vier in Brüssel, drei in Flandern und einen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Es handelt sich vor allem um die Wahllokale in Uccle (2), Woluwe-Saint-Lambert, Brüssel-Hauptstadt, Kelmis, Lille, Brügge und Ostende. Erst wenn die Computer der Wahlleiter wieder funktionieren, können die Wahllokale wieder geöffnet werden. In einigen Fällen wurden die Wähler in ein anderes Wahllokal in der Umgebung umgeleitet.
Es werden mehrere Wahlen durchgeführt: In den neun deutschsprachigen Gemeinden sind die Wählerinnen und Wähler dazu aufgerufen, sich sogar vier Mal zu entscheiden:
Sie wählen ein Mitglied für das EU-Parlament aus, da die Deutschsprachige Gemeinschaft über einen eigenen Wahlkreis verfügt. Insgesamt werden in Belgien 22 EU-Abgeordnete gesucht.

Zudem wählen die Deutschsprachigen im Wahlkreis Lüttich für die föderale Abgeordnetenkammer, also das nationale Parlament. Aus diesem Wahlkreis Lüttich werden insgesamt 14 Abgeordnete in die Kammer nach Brüssel entsandt (insgesamt tagen dort 150 Abgeordnete).
Drittens wählen die Deutschsprachigen im Wahlkreis Verviers für das wallonische Regionalparlament, und zwar 6 Abgeordnete. Insgesamt tagen im wallonischen Regionalparlament in Namur 75 Abgeordnete.

Und schließlich wählen die Deutschsprachigen in einem eigenen Wahlkreis (der sich in die Kantone Eupen mit den vier Nordgemeinden und St.Vith mit den fünf Eifelgemeinden aufteilt) insgesamt 25 Abgeordnete für das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft.
Seit 8 Uhr waren die Wahllokale in Belgien geöffnet. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft und in Brüssel, wo elektronisch abgestimmt wird, waren die Wahllokale bis 16 Uhr geöffnet. In Flandern erfolgt die Wahl teilweise auf Papier (in 150 Gemeinden) und teilweise elektronisch (sc)

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