Lukaku trifft doppelt: Rote Teufel gewinnen EM-Generalprobe

Volle Kraft voraus und keine Experimente mehr: Bei der Generalprobe für die Europameisterschaft bot Nationaltrainer Domenico Tedesco einen großen Teil seiner EM-Startelf auf. Axel Witsel, Kevin De Bruyne, Leandro Trossard, Jéremy Doku, Amadou Onana und Romelu Lukaku spielten gegen Luxemburg von Beginn an. Vor Torwart Casteels bildeten Castagne, Witsel, Faes und Meunier die belgische Abwehr. Auffallend: Castagne spielte auf der rechten Seite, Meunier wechselte nach links.

Belgien 3:0 Luxemburg

Belgien – am Samstagabend im blauen Ausweichtrikot gekleidet – übernahm vor 35.287 Zuschauern sofort das Kommando: Trossard spielte sich stark in den Strafraum (2.), wenig später verhinderte Moris (Union Saint-Gilloise) das 1:0 von Kevin De Bruyne (3.). Der Kapitän der Roten Teufel war nach einem guten Zuspiel von Castagne zum Abschluss gekommen. Kurz darauf legte er Romelu Lukaku mit einem genialen Pass beinahe den frühen Führungstreffer auf: Der Angreifer traf das Außennetz.

Das Spiel war gut, die Stimmung im nicht ausverkauften Stadion auch – einen Schreckmoment für Belgien gab es dennoch: Verteidiger Thomas Meunier musste schon nach 15 Minuten verletzt ausgewechselt werden. Zuvor war er nach einem Zweikampf auf dem Platz behandelt worden. Gerät die EM für ihn, der sich so über die Nominierung gefreut hat, noch in Gefahr?

<p>Thomas Meunier musste nach einer Viertelstunde verletzt ausgewechselt werden.</p>
Thomas Meunier musste nach einer Viertelstunde verletzt ausgewechselt werden. | Foto: Photo News

Auf dem Platz waren die Teufel weiter spielbestimmend: Trossard kam nach Vorarbeit des spielfreudigen De Bruyne zum Abschluss (18.). Auf der linken Außenbahn sorgte Jéremy Doku immer wieder für Tempoaktionen und Torgefahr, während Kevin De Bruyne der Dreh- und Angelpunkt im belgischen Spiel blieb.

Nach einer halben Stunde lag das 1:0 weiterhin in der Luft: De Cuyper verfehlte das Tor nach einer Ecke (30.), Onana rauschte an einer flachen Hereingabe von Castagne vorbei (31.), ehe sowohl Trossard als auch Lukaku den Ball und somit den Führungstreffer verpassten (33.).

<p>Romelu Lukaku traf kurz vor der Pause vom Elfmeterpunkt zum hochverdienten 1:0.</p>
Romelu Lukaku traf kurz vor der Pause vom Elfmeterpunkt zum hochverdienten 1:0. | Foto: Photo News

Kurz vor der Pause machte Lukaku bei einem belgischen Konter aus der eigenen Hälfte erst Meter um Meter, ehe er einen Foulelfmeter für Belgien herausholte – und ihn im Anschluss selbst verwandelte: Nach 42 Minuten lag der Ball zum hochverdienten 1:0 im Tor.

Anders als beim 2:0 gegen Montenegro verzichtete Nationaltrainer Tedesco zur Pause auf zahlreiche Wechsel, griff stattdessen nur einmal ein: Vranckx kam für Witsel. Am Spielverlauf änderte sich zunächst nichts. Belgien hatte weiterhin alles unter Kontrolle, De Bruyne und Onana gaben erste Schüsse ab. Gut zehn Minuten nach dem Seitenwechsel fiel das 2:0: Doku spielte sich herrlich in den Strafraum und bediente Lukaku, der die Führung mit Treffer 85 im belgischen Trikot ausbaute. Keine fünf Minuten später hatte der Stürmer seinen dritten Treffer auf dem Fuß.

<p>Treffer Nr. 85: Lukaku erhöhte nach starker Vorarbeit von Doku auf 2:0.</p>
Treffer Nr. 85: Lukaku erhöhte nach starker Vorarbeit von Doku auf 2:0. | Foto: Photo News

Nach etwas mehr als einer Stunde wechselte Belgien durch: Bakayoko, Carrasco und Debast kamen in die Partie. Pluspunkte sammelte ganz klar auch Maxim De Cuyper: Er setzte Bakayoko in der 69. Minute stark in Szene, ehe Moris zur Stelle war. 20 Minuten vor Schluss gab es Standing Ovations für Kevin De Bruyne, selbst einige Fans von Luxemburg applaudierten bei der Auswechslung des am Samstagabend spielstarken Mittelfeldspielers. Für ihn spielte Charles De Ketelaere in der Schlussphase auf der „10“.

Zehn Minuten vor Abpfiff legte Leandro Trossard den dritten Treffer für die Roten Teufel nach. Wout Faes hatte den Angreifer am Elfmeterpunkt bedient, ehe der Profi von Arsenal London sicher auf 3:0 erhöhte. Der eingewechselte Carrasco kam wenig später zur einer Chance auf das 4:0, scheiterte jedoch an Moris.

Am Mittwochmorgen hebt das Flugzeug der Roten Teufel in Richtung Deutschland ab. Aus Brüssel fliegt die Mannschaft in Richtung Stuttgart, wo De Bruyne & Co. während der EM ihr Quartier haben.

Namen & Fakten zum Spiel

Belgien: Casteels - Meunier, Witsel, Faes, Castagne - Onana, Mangala - Doku, De Bruyne, Trossard - Lukaku

Wechsel: De Cuyper für Meunier (15.), Vrackx für Witsel (46.), Carrasco für Doku (65.), Debast für Onana (65.), Bakayoko für Castagne (65.), De Ketelaere für De Bruyne (72.)

Luxemburg: Moris - Dzogovic, Carlson, Chanot, Mahmutovic, Jans - Philipps, Martins, Olesen - Sinani, Rodrigues

Wechsel: Selimovic für Martins (54.), Lohei für Jans (78.), Videira für Rodrigues (85.), Ikene für Philipps (85.)

Tore: 1:0 Lukaku (Foulelfmeter, 42.), 2:0 Lukaku (56.), 3:0 Trossard (81.)

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