Als engagierte Tagesmütter möchten wir auf eine dringende Problematik hinweisen, die uns Tagesmütter betrifft und unbedingt einer Lösung bedarf. Vor Kurzem erhielten wir ein neues Vollstatut, das uns absichern soll und zahlreiche Vorteile bringt. Allerdings enthält es eine wesentliche Einschränkung, die unsere Arbeitsbedingungen beeinträchtigt. Vertraglich festgelegt wurde eine wöchentliche Arbeitszeit von 38 Stunden. Davon sind 36 Stunden für die Betreuung der Kinder vorgesehen, während uns lediglich 2 Stunden pro Woche – das sind 30 Minuten pro Tag – für alle weiteren Aufgaben wie Aufräumen, Putzen, Einkaufen, Pflichtweiterbildungen, Elterngespräche, Mitarbeitergespräche und Administration zur Verfügung stehen. Diese halbe Stunde pro Tag reicht bei weitem nicht aus, um die zusätzlichen Aufgaben adäquat bewältigen zu können.
In den ersten beiden Monaten nach Einführung des Vollstatutes durften wir unsere tatsächlich geleisteten Stunden, einschließlich der Überstunden, notieren. Diese wurden uns in Form von Urlaubstagen vergütet. Doch nun wurde uns mitgeteilt, dass wir keine Überstunden mehr erfassen dürfen. Das bedeutet, dass wir die zusätzliche Arbeit unvergütet leisten müssen.
Diese Regelung stellt eine erhebliche Ungleichbehandlung dar. Während andere Berufsgruppen für Mehrarbeit fair vergütet werden, müssen wir Tagesmütter diese zusätzliche Belastung ohne entsprechende Entschädigung tragen. Dies ist nicht nur ungerecht, sondern zeugt auch von mangelnder Wertschätzung für unsere Arbeit.
Wir fordern daher dringend eine Anpassung dieser Regelung. Es muss möglich sein, die tatsächlich geleisteten Überstunden zu erfassen und entsprechend vergütet zu bekommen. Zudem ist eine realistische Zeitbemessung für die zusätzlichen Aufgaben unerlässlich. Nur so kann sichergestellt werden, dass unsere Arbeit angemessen anerkannt und wertgeschätzt wird.
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