Studien sind teuer, daher fragen sich viele Studierende und Eltern nicht selten, ob das Geld am Monatsende reicht. Die seitens der wallonischen Regionalregierung geplante Vergabe eines Wohngeldes für Studenten dürfte demzufolge eine willkommene Erleichterung sein, denkt die CSP-Fraktion. Über Erlass, der bisher als Entwurf vorliegt, sollen Studierenden, die mehr als 60 Kilometer von zu Hause entfernt wohnen und eine Hochschule des frankofonen Landesteils besuchen, eine jährliche Unterstützung in Höhe von 1.000 Euro erhalten.
„Diese Initiative ist überaus willkommen. Sie ist nicht etwa im Unterrichtswesen angesiedelt, sondern im Wohnungsbau“, so Robert Nelles, Ausschussvorsitzender für Soziales im PDG, laut einer Mitteilung der Christlich-Sozialen, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. „Die Zuständigkeit des Wohnungsbaus wird aber in wenigen Monaten von der Wallonischen Region an die DG übertragen. Daher muss klar sein, ob die geplante Regelung der Wohnbeihilfen Teil des Übertragungspakets ist. Es wäre bedauerlich, wenn daran nicht gedacht worden wäre und den ostbelgischen Familien diese wertvolle Hilfe vorenthalten bliebe“, so Nelles.
Ecolo: Welche Kosten kommen auf die DG zu, wenn sie diese Prämie selbst einführen wird?
Er werde dieses Projekt im Rahmen einer Fragestunde in der kommenden Woche im Parlament die DG-Regierung ansprechen und darauf drängen, dass den hiesigen Studierenden diese finanzielle Beihilfe auf jeden Fall zukommt, hieß es. In die gleiche Richtung geht auch die Frage des PDG-Abgeordneten Freddy Mockel (Ecolo). Er will wissen, ob es stimmt, dass die „Kot“-Studenten aus der DG im September 2019 Anrecht auf die Beihilfe der Wallonischen Region haben, ab dem Jahr 2020 aber nicht mehr, falls die DG im Zuge der Übertragung des Wohnungswesens nicht eine ähnliche Prämie selber einführt.
Außerdem möchte Freddy Mockel wissen, wie hoch die damit verbundenen Kosten (Prämie, Verwaltungsaufwand) wären, wenn die DG die Prämie selbst einführen würde. Und schließlich möchte der Ecolo-Parlamentarier in Erfahrung bringen, inwieweit sich diese Wohnungsprämie auch in die Studienbeihilfen integrieren ließen. (red/sc)
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