Im Loveparade-Prozess wird das Landgericht Duisburg am Mittwoch voraussichtlich die Verfahren gegen sieben Angeklagte ohne Auflagen einstellen. Sie und die Staatsanwaltschaft hatten am Dienstag einem entsprechenden Vorschlag des Gerichts zugestimmt.
Drei Angeklagte, die eine Geldauflage in Höhe von etwa 10.000 Euro hätten zahlen sollen, lehnten eine Einstellung ab. Sie wollen, dass im Prozess ihre Unschuld deutlich wird.
Zu Beginn des 101. Hauptverhandlungstages will ein Angehöriger als Nebenkläger eine Stellungnahme zu den Einstellungen vortragen. Möglicherweise werden sich auch noch weitere Nebenkläger zu Wort melden. Das Gericht will diese Stellungnahmen anschließend würdigen und dann im Fall der sieben Angeklagten eine Entscheidung fällen. Im Fall einer Einstellung ist die Hauptverhandlung damit für sie nach knapp 14 Monaten beendet.
Wegen der Vielzahl der Beteiligten findet der Prozess aus Platzgründen in einer Düsseldorfer Kongresshalle statt. Dies soll nach Angaben eines Gerichtssprechers auch fortgesetzt werden, wenn nur noch gegen drei Angeklagte verhandelt wird.
Der Prozess hatte im Dezember 2017 begonnen. Bei der Loveparade im Juli 2010 in Duisburg wurden in einem Gedränge 21 junge Menschen zu Tode gedrückt und mehr als 650 verletzt.
Bei den sieben handelt es sich um die sechs angeklagten Mitarbeiter der Stadt Duisburg sowie einen Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent. Die drei anderen sind ebenfalls Lopavent-Mitarbeiter. Allen Angeklagten waren unter anderem fahrlässige Tötung und schwere Planungsfehler vorgeworfen worden. (dpa)

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