Auch wenn das Verbot nur drei beschränkte Bereiche im Südwesten des Landes und in der Normandie betrifft, werden Millionenverluste befürchtet, wie der Vorsitzende des regionalen Muschelzuchtkomitees, Olivier Laban, am Dienstag dem Sender Europe 1 sagte. Die Branche wolle ihre Verdienstausfälle beziffern, um Hilfen vom Staat zu verlangen. Das Verkaufsverbot war auf zunächst 28 Tage befristet.
Etliche Züchter werden ihre Austern kaum noch los, obwohl sie gar nicht aus den betroffenen Regionen stammen, denn die gerade rund um den Jahreswechsel schlemmerfreudigen Franzosen machen beim Einkauf lieber einen Bogen um Austern. Die Sorge der Branche ist, dass das Image der Austern langfristig Schaden nimmt. Als Auslöser des Virenbefalls wird das Einleiten von Abwasser in der Nähe der Austernfarmen vermutet. Noroviren lösen Magen- und Darmerkrankungen aus. (dpa/calü)

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