Am Sonntagmorgen habe das Militär auf einen zweiten Notruf der „Maersk Hangzhou“ reagiert, teilte das zuständige US-Regionalkommando auf der Plattform X, vormals Twitter, mit. Demnach hat die Besatzung von einem neuen Angriff der jemenitischen Huthi-Rebellen berichtet.
Die proiranische Gruppe habe das Schiff von vier kleinen Booten aus mit Kleinwaffen angegriffen. Die Rebellen hätten sich dem dänischen Containerschiff bis zu 20 Meter genähert und auch probiert, auf das Schiff zu gelangen, hieß es. Ein Sicherheitsteam an Bord habe das Feuer auf die Rebellen erwidert.
Auch das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge reagiert. US-Hubschrauber hätten drei der vier angreifenden Boote versenkt. Deren Besatzung sei getötet worden. Das vierte Boot sei geflohen. Auf US-Seite habe es keine Schäden oder Verletzte gegeben.
Zuvor hatte das US-Militär im Süden des Roten Meeres eigenen Angaben zufolge zwei ballistische Antischiffsraketen der Huthi-Rebellen aus dem Jemen abgeschossen. Die US-Marine hatte auch schon auf einen ersten Hilferuf der „Maersk Hangzhou“ reagiert, das am Samstagabend von einer Rakete getroffen worden war. Das Schiff war Berichten zufolge aber seetüchtig. Es seien keine Verletzungen gemeldet worden.
Es handle sich bereits um den 23. „illegalen Angriff“ der Huthis auf die internationale Schifffahrt seit dem 19. Oktober, so das US-Regionalkommando. Die „Maersk Hangzhou“ fährt demnach unter der Flagge Singapurs und wird von Dänemark betrieben.
Seit Ausbruch des Gaza-Kriegs greifen die Huthis Israel immer wieder auch mit Drohnen und Raketen an. Zuletzt attackierten sie wiederholt auch Schiffe im Roten Meer - eine der für den Welthandel wichtigsten Schifffahrtsstrecken, die zum Suezkanal führt. (dpa)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren