Real kassiert höchste Heimpleite der Europapokal-Geschichte

Königsklasse

Thibaut Courtois traf bei den Gegentreffern keine Schuld. | Foto: afp

Titelverteidiger Real Madrid hat zum Abschluss der Champions-League-Gruppenphase die höchste Heimniederlage seiner Europapokal-Geschichte kassiert. Die Königlichen unterlagen mit einer stark verjüngten Elf dem russischen Vizemeister ZSKA Moskau deutlich mit 0:3 (0:2).

Real hatte im eigenen Stadion international zuvor höchstens mit zwei Toren Unterschied verloren, unter anderem im Februar 2000 gegen Bayern München (2:4).

Fedor Tschalow (37.), Georgij Schtschennikow (43.) und Arnor Sigurdsson (73.) trafen im Bernabeu-Stadion für die Russen, die schon das Hinspiel 1:0 gewonnen hatten. Moskau verpasste dennoch den dritten Platz in der Gruppe G, da Viktoria Pilsen gegen AS Rom 2:1 (0:0) gewann. Der tschechische Meister spielt somit kommendes Jahr in der Europa League weiter.

„Es ist traurig: Wir haben Real zweimal geschlagen, sieben Punkte geholt und sind dennoch Letzter und damit ausgeschieden“, sagte ZSKA-Trainer Wiktor Gontscharenko.

Im Parallelspiel agierten Pilsen und Rom lange Zeit äußerst verhalten.

Madrids Trainer Santiago Solari schonte gegen ZSKA zahlreiche Stars, Der deutsche Spielgestalter Toni Kroos wurde erst in der 58. Minute eingewechselt. Der Gruppensieg war dem spanischen Rekordmeister schon vor Anpfiff nicht mehr zu nehmen gewesen, dennoch begann Real dominant und hatte alleine durch Marco Asensio vor der Pause drei gute Chancen. Dann jedoch schlug ZSKA drei Mal eiskalt zu, Nationaltorwart Thibaut Courtois traf bei den Gegentreffern keine Schuld.

Im Parallelspiel agierten Pilsen und Rom lange Zeit äußerst verhalten. Erst als Viktoria durch die ZSKA-Führung in Madrid unter Druck geriet, gingen die Tschechen erhöhtes Risiko und wurden durch das 1:0 von Jan Kovarik (65.) belohnt. Cengiz Ünder (68.) sorgte zwar für den schnellen Ausgleich, doch Tomas Chory (72.) ließ die Pilsen-Fans erneut jubeln. Roms eingewechselter Verteidiger Luca Pellegrini sah in der Nachspielzeit wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (90.+2). (sid/mv)

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