Mourinho provoziert mal wieder und lobt Fellaini

Champions League

„Ich kann euch nicht mehr hören“: Mourinho nach dem Last-Minute-Sieg seiner Mannschaft. | Foto: afp

Jose Mourinho marschierte entschlossen auf den Rasen des Allianz Stadiums, führte seine rechte Hand ans Ohr und verzog den Mund zu einer hässlichen Grimasse.

„Ich kann euch nicht hören“, gab der Teammanager von Manchester United den wütenden Anhängern von Juventus Turin zu verstehen – und zwar auf seine Art. Dem Meister der Provokation hatte das sportliche Ausrufezeichen von Manchester United offenbar nicht ausreichend Genugtuung verschafft, „The Special One“ sorgte für große Diskussionen. Schon wieder. „Ich hätte das vielleicht nicht tun sollen, aber wenn ich und meine Familie von den Fans beleidigt werden, dann reagiere ich eben so“, sagte der umstrittene Portugiese nach dem überraschenden 2:1-Erfolg der Red Devils bei dem Titelanwärter. Nachdem etliche Juventus-Stars beschwichtigend auf den 55-Jährigen eingewirkt hatten und Mourinho mit Begleitschutz vom Platz geführt worden war, fügte er an: „Ich bin hier, um meine Arbeit zu machen, doch ich bin über das ganze Match lang beleidigt worden.“ Von Mourinhos Arbeit, die zuletzt auf der Insel äußert kritisch beäugt worden war, sprachen die britischen Experten am späten Mittwochabend nur noch teilweise. Dabei hatte er mit seinem Starensemble endlich mal ein Highlight gesetzt und ein Stück weit von dem enttäuschenden Rang sieben in der Premier League abgelenkt – auch dank Nationalspieler Marouane Fellaini, der in der 79. Minute eingewechselt wurde. „Er hat die Wende gebracht“, lobt Mourinho im Anschluss. (sid/mn)

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