Wenn 99 verlassene Schafe sich braun verfärben

Kommentar

Wenn die Staatsgewalt sich selbst aufgibt, überläßt sie ihre Bürger den Populisten und Rechtsextremisten. | Foto: Photo News

Mob, Zusammenrottung, Rassismus, Hetzjagd, Pogrom – das sind die Begriffe, an denen sich gerade ein ganzes Land aufreibt. Gemeint ist unser Nachbarland Deutschland, gemeint ist Chemnitz. Keine Sorge, ich werde mich nicht zu einer Videoanalyse hinreißen lassen. Auch werde ich keine Fotos mit der Lupe absuchen, um festzustellen, wer neben

Von Oswald Schröder

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  1. In 5 Wochen finden in Belgien die Gemeinderatswahlen statt.
    Bisher hat man – zumindest im beschaulichen „Ostbelgien“ – das Gefühl, dass die Parteien um die Themen einen großen Bogen machen, die viele Idioten – aber eben nicht nur Idioten – im Osten Deutschlands auf die Straße treibt oder AFD wählen, um dort ihrer Sorge, ihrer Angst, ihrem Frust, ihrem Hass, ihrem Rassismus oder was auch immer Luft zu verschaffen.
    Stimmt, in der Diskussion über die Größe von Blumenkübeln steckt weniger Potential, in eine Schublade gesteckt zu werden.
    Es genügt ein Blick ins ostbelgische Hetzforum um zu erkennen, dass es auch bei uns unter der friedlichen Oberfläche brodelt.
    Ob es sich dabei um das eine oder 99 Schafe handelt, die dort ihr Süppchen kochen?
    In Ermangelung rechtspopulistischer Parteien auf Gemeindeebene wird sich dies am Wahlergebnis nicht festmachen lassen. Allenfalls an der Zahl der Nicht- oder Weißwähler.
    Hoffentlich bedarf es keiner Ereignisse wie in Chemnitz oder Köthen, um die Politik aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken und sich – auch auf die Gefahr, schlafende … Schafe zu wecken – die Hände schmutzig zu machen.

  2. Und wieder einmal Propaganda für ein ganz bestimmtes Gesellschaftsmodell. Ist das Journalismus? Ist das Demokratie? La pensée unique et rien d’autre… le nouveau fascisme.

    1. Ich habe gezögert, auf den Kommentar von Herrn Francois zu reagieren, zum einen, weil er direkt an Herrn Schröder gerichtet ist, und zum anderen, weil er dermaßen primitiv ist, dass jede Antwort sich eigentlich erübrigt. Aber da nichts so absurd ist, als dass es nicht doch von einigen geglaubt wird, kann man so etwas nicht einfach im Raum stehen lassen.

      „Propaganda“? Wo sehen Sie solche? Die Aussagen von Herrn Schröder sind wie immer sachlich ausgewogen, kritisch, aber nicht polemisch. Wo ist da „Propaganda“ im seiner heutigen, pejorativen Bedeutung? Zudem erhebt er, ganz Im Gegensatz zu Ihnen, nicht den Anspruch, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein.

      „Für ein ganz bestimmtes Gesellschaftsmodell“? Dass Herr Schröder nicht für Ihr simples Modell ist, das aus Ihren früheren Beiträgen sattsam bekannt ist, dürfte Sie nicht verwundern.

      „Ist das Journalismus?“ Ja, Herr Doktor, das ist Journalismus, denn ein Journalist ist jemand, der „an der Erarbeitung bzw. Verbreitung von Informationen, Meinungen und Unterhaltung durch Medien mittels Wort, Bild, Ton oder Kombination dieser Darstellungsmittel beteiligt ist.“ (Auszug aus https://www.djv.de/startseite/profil/mitglied-werden/aufnahmerichtlinien.html?type=500

      Stichwort: „Meinungen“. Ein Journalist darf also durchaus auch seine ganz persönliche Meinung zum Weltgeschehen veröffentlichen, und das tut Herr Schröder in seinem ausdrücklich als „Kommentar“ gekennzeichneten Artikel.

      „Ist das Demokratie?“ Das ist Meinungsfreiheit, die ein essentieller Bestandteil einer Demokratie ist, die anscheinend nicht in Ihr Gesellschaftsmodell passt, die Sie aber ganz selbstverständlich für sich selbst reklamieren.

      „la pensée unique et rien d’autre » ? Sie sind der Richtige, um anderen „eindimensionales Denken“ vorzuwerfen, lassen Sie doch in Ihren Beiträgen jede Form von Differenzierung vermissen, obwohl Sie als promovierter Akademiker wissen müssten, das die komplexen Probleme der heutigen Zeit nicht mit einfachen Schwarzweissparolen zu lösen sind.

      „… le nouveau fascisme“? Wissen Sie überhaupt, was sich hinter diesem Begriff „Faschismus“ verbirgt? Eindeutig nein.

      Fazit: In zwei Zeilen kann man viel Unsinn verbreiten, die Widerlegung erfordert deren deutlich mehr.

    2. oder …
      „Les hommes qui pensent en rond ont les idées courbes“ sagte einmal Léo Ferré.
      Kann es sein Damien, dass du den Kommentar gar nicht gelesen hast, sondern nur die Überschrift?

  3. Auch ich wollte nie mehr auf den Zaungast reagieren, aber er übertreibt es ja wieder einmal und ist unverschämt, wie man ihn kennt, mit seinen ewigen neidischen Kommentaren zu meiner Promotion. Nun, es gibt auch Akademiker, promovierte Akademiker, die sich nicht dem Diktat der „pensée unique“ und der Propaganda eines für Europa zerstöreischen Modell, welches von der totalitären EU, deren Werte eigene sind, aber keinesfalls „europäische“ Werte sind, beugen. Der Superstaat EU ist Gift für Europa. Aber das wird der Gast nie einsehen, die 68er Ideologie, die er vertritt verbietet es ihm. Selbst der Dalai-Lama prangert diese Ideologie. Der DALAI-LAMA!
    Nur eine Frage: Wer vergewaltigt und mordet, vor allem in Deutschland und Frankreich? Sind es Belgier, Deutsche oder gar Nepalesen? Oder Afghanen, Syrer, Iraker, Sudanesen, Somalier, Tunesier, Marokkaner, usw.?
    Eine kristallklare Frage, auf die natürlich nicht kristallklar geantwortet wird, sondern nur ideologisch.
    Tun Sie sich etwas Gutes, Zaungast, schreiben Sie sich an einer ein und promovieren. Vielleicht ist es dann vorbvei, mit Ihrem Neid.

    1. Statt einer klaren Antwort auf die Fragen und Bemerkungen zu seinen zwei Zeilen hat Herr Francois nur die üblichen Pöbeleien und Ablenkungsmanöver zu bieten. Das war aber auch nicht anders zu erwarten.

      So wie bei:
      – „Bismarck und Hitler Kämpfer gegen das anglo-amerikanische Establishment“
      – „Moskau, Colfontaine, Landgraaf“
      – „Ferraris in der Tiefgarage von MSF gehortet“
      – „Europa. Wenn brennt es ? endlich.“

      Und zu seiner Promotion, deren Erwähnung ihn in Rage versetzt. Ich weise bewusst immer wieder darauf hin, dass der Autor solcher Lügen und Hetztiraden kein dumpfer Stammtischler ist, sondern ein Akademiker, der als Dr. phil. an der RWTH mit „magna cum laude“, der zweithöchsten Bewertung einer wissenschaftlichen Arbeit, promoviert hat.

      Übrigens, was den „Superstaat Europa“ betrifft, den wir angeblich schon haben, so hat Ihr Freund David Engels doch geweissagt, dass wir nach einem allgemeinen Bürgerkrieg auf einen solchen zusteuern und dass ein „neuer Augustus“, ein neuer starker „Führer“, dann in Europa „von oben nach unten durchregieren“ wird, so wie das im antiken Rom geschehen ist. Sie sollten altrömische Geschichte studieren…

      Man fragt sich, weshalb die Briten jetzt noch händeringend auf einer engen Anbindung an eben diesen „giftigen“ „Superstaat“ bestehen, hatten sie doch gerade erst dafür gestimmt, die Leinen zu kappen und allein in eine goldene Zukunft zu segeln.

  4. Wie ich dem Zaungast gerade telefonisch mitgeteilt habe, zum allerletzen mal: Lassen Sie meine Promotion endlich aus, diese hat nichts hier zu suchen. Auch das Grenz-Echo sollte endlich solche schäbigen Verleumdungsversuche unterbinden und die Kommentare des N. Schlecks nicht veröffentlichen. Es geht hier um Meinungen, nicht um Abschlüsse. Ich hoffe sehr, dass sowohl der eine, als auch die anderen diese Warnung sehr ernst nehmen! In ihrem Interesse.

    1. Warnung! Wovor?
      Du warst der erste Damien, der deine Promotion öffentlich dazu verwendet hat, deiner Meinung Nachdruck zu verleihen. Und jetzt wunderst du dich, dass andere darauf zurück kommen?
      Wenn das Grenz-Echo etwas zensieren sollte, dann Kommentare, in denen Drohungen ausgesprochen werden.
      Zurück zum Thema. Welche Aussage kritisierst du genau an dem Kommentar von O. Schröder? Er entspricht doch, wenn ich ihn richtig interpretiert habe, in vielen Punkten sogar deiner Sichtweise!

  5. Schön, Dieter, daß du die Ironie in meinem Kommentar (teilweise) erkannt hast.
    Nein, Dieter, der Zaungast greift mich seit Jahren an. Angefangen hat es bei OD, 2013, als ich das erste Mal dort kommentierte. Auch der berühmte EdiG spielt das gleiche Spiel.
    Meine Promotion habe ich vielleicht hier und da mal angeführt, sehr selten, und es war jeweils “topisch” bedingt, wenn. Außerdem führe ich den Titel nie in Kommentaren an. Die beiden oben Erwähnten, jedoch, ziehen meine Promotion jedesmal, in jedem ihrer Kommentare, durch den Kakao, und scheuen nicht einmal davor, die Echtheit in Frage zu stellen (!). Die Frage ob der Titel nicht gekauft sei fiel bereits – ich glaube das war der Ketteniser. Sie sollen sich auf die Kritik der Meinung, die ich habe, beschränken und weder meine Person (mein Bergsteiger-Hobby wird auch immer durch den Kakao gezogen, vor allem wenn ich nicht davon rede…), noch meine akademischen Abschlüsse besprechen. Und da werfe ich dem GE oder auch OD vor, nicht einzugreifen, bzw. zu zensieren – was sie sonstxmal am Tag machen, wenn Kommentare nicht pk sein, also ideologisch passend.
    Genau so geht es mir tierisch auf den Geist, daß EdiG auf OD immer wieder meinen Namen zitiert, obwohl ich da seit Monaten nicht mehr kommentiert habe.
    Über den Mut der beiden “anonymen” (nicht ganz, meine Herren, ich weiß nun einmal wer ihr seid…) Schreibern, den sie ja immer wieder beweisen, in dem sie mich ständig unter der Gürtellinie angreifen, brauche ich mich nicht einmal auslassen…
    Über Drohungen, Warnungen und Fakten liefert der Film “Eine perfekte Welt “ (von C. Eastwood, mit K. Costner) in einer Sequenz die beste Erläuterung der drei Begriffe. Ich keinen Philosophen, der das Ganze besser, bündiger und anschaulicher erklärt. Unbedingt anschauen!

  6. Die private « Mitteilung », wie Herr Francois das verharmlosend nennt, sollte eigentlich privat bleiben, und ich hätte den absurden Vorfall auch so belassen. Aber da dieser Herr es anders will, sollte jeder hier sich seine eigene Meinung über den Verlauf dieser „Mitteilung“ bilden können.

    Am Freitagnachmittag klingelt kurz nach 15 Uhr das Telefon. Ohne die übliche Anrede und ohne sich vorzustellen, sagt jemand: „Ich fordere Sie auf, das, was Sie über mich geschrieben haben, umgehend zu widerrufen.“ Und weiter ein Ultimatum: „Ich gebe Ihnen bis heute Abend Zeit.“ Auf meine erstaunte Frage, was denn nun gemeint sei, folgt die Drohung: „Wenn Sie noch einmal meine Promotion erwähnen, zeige ich Sie an. Ich zeige Sie an.“ Ich darauf: „Zeigen Sie an, zeigen Sie an!“ Worauf der Herr Francois, denn um den musste es sich ja wohl handeln, die Verbindung abrupt abbrach.

    Und nun schreibt er hier, dass er sich als Opfer von „schäbigen Verleumdungsversuchen“ sieht. Wenn man also jemanden mit seinem akademischen Titel anspricht, was in Deutschland und Österreich ein absolutes Muss ist, und sein doch glänzendes Resultat bei der Promotion erwähnt, dann macht man sich also der Verleumdung schuldig. Nur zu, die Gesichter von Polizei und Staatsanwaltschaft bei der Entgegennahme dieser Anzeige kann man sich ausmalen.

    Und nun fordert er das GE sogar auf, meine Kommentare nicht mehr zu veröffentlichen. Das erstaunt nicht weiter, fasst doch der Zweizeiler oben seine Auffassung von Presse- und Meinungsfreiheit sowie von Demokratie perfekt zusammen.

    Ob solche extremistischen Ansichten und persönlichen Anpöbelungen mit der Netiquette des GE, wo eine „gesunde Streitkultur“ gefordert wird, übereinstimmt, muss die Redaktion selbst entscheiden. Aus der Verantwortung entlassen kann man sie jedenfalls nicht, wird doch jeder Kommentar „genauestens“ auf „ehrverletzende, antidemokratische oder rassistische Aussagen unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit“ geprüft“, bevor er freigeschaltet wird
    ( http://www.grenzecho.net/netiquette )

    Wenn dieser Herr nun meint, mit seinen „sehr ernsten Warnungen“ „sowohl dem einen als auch den anderen“ (wem genau?) den Mund verbieten zu können, hat er sich jedenfalls getäuscht, zumindest, was mich betrifft. Damit setze ich einen Schlusspunkt unter diesen unappetitlichen Vorgang

  7. Da die letzten Kommentare mit dem eigentlichen Thema meines Kommentares nichts mehr zu tun haben und auch keinerlei inhaltliche Entwicklung bewirken, betrachten wir den Ideenaustausch und diese Diskussion als beendet.
    Ein Wort noch zu der uns vorgeworfenen Zensur: Wir praktizieren grundsätzlich keine Zensur. Wir verweigern nur die Veröffentlichung von Beiträgen, die gegen die GE-Netiquette verstoßen. Und das sind – zum Glück – ganz wenige.
    Im Sinne einer offenen Streitkultur!
    Oswald Schröder

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