Antonino Lombardo aus Lüttich hat mit Footilo ein neues Sportspiel entwickelt


Angestoßen wurde Lombardos Denkmaschine durch eine Fernsehreportage über Fußball-Golf, der vor 15 Jahren in den Niederlanden auf den Weg gebracht wurde.

„Wie Golf hat diese noch relativ neue Sportdisziplin mit den gleichen Hindernissen zu kämpfen: Man benötigt einen speziellen Platz und kostspielige Ausrüstung.“ Deshalb habe er sich daran gemacht, eine Miniaturausgabe von Fußball-Golf zu entwickeln. Das war für den erfahrenen Bastler eine Herausforderung, der er sich mit großer Begeisterung gewidmet hat.

Doch was ist dabei herausgekommen? Wie beim Minigolf gibt es verschiedene Parcours mit Rampen, Tunnels oder Ähnlichem, an deren Ende jeweils ein Fußball der Größe 5 in einem „Loch“ liegen bleiben soll.

Das „Loch“, das Lombardo mit dem französischen Begriff „ilot“, also kleine Insel, getauft hat, besitzt einen inneren Durchmesser von 40 Zentimeter.

Minimaler Aufwand, leicht zu installierendes Material und wenig Ansprüche an das Gelände

Gespielt wird dabei mit einem Hallenfußball mit schwachem Rückprall. Jeweils fünf Versuche sind erlaubt, wobei es wichtig ist, dass der Ball im „Loch“ liegen bleibt.

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Alleinstellungsmerkmale des Footilo sind der minimale Aufwand, das leicht zu transportierende und zu installierende Material sowie die geringen Ansprüche an das Spielgelände. „Gespielt werden kann drinnen wie draußen, im Garten, auch auf abschüssigem Gelände, in Sporthallen, aber auch im Flur eines Altenheims oder mitten in einem Sportgeschäft“, berichtet der leidenschaftliche Freizeitsänger aus Jupille, von seinen Erfahrungen.

Inzwischen hat Antonino Lombardo rund ein Dutzend unterschiedlicher Parcours entworfen und in die Tat umgesetzt. „Ich bin jemand, der es liebt, nicht lange zu fackeln und eine gute Idee, die mir durch den Kopf geht, auch selbst zu verwirklichen“, beschreibt der 61-Jährige seine Herangehensweise. „Meine eigenen Kinder testen meine neuen Tüfteleien jeweils als Erste.“

Footilo ist eigentlich ein Spiel für überall und jeden, hat Lombardo erfahren: „Einer der bewegendsten Momente, die ich mit Footilo erlebt habe, fand in einem Altenheim statt. Selbst Senioren, die sonst auf den Rollator angewiesen sind, können Footilo spielen. Das Spiel ist einfach generationsübergreifend.“

Fast selbstverständlich ist die Feststellung, dass das Spiel an die Bedürfnisse von Personen mit Beeinträchtigung angepasst werden kann.

Dazu trägt natürlich bei, dass für diese Art Fußball-Minigolf weder Sportkleidung noch -schuhe erforderlich ist. „Footilo ist selbst als Animation bei Familienfesten der Renner. Es macht allen einfach nur Freude“, weiß der 61-Jährige. Fast selbstverständlich scheint da schon die Feststellung, dass das Spiel an die Bedürfnisse von Personen mit Beeinträchtigung angepasst werden kann. Mit einem anderen Ball können auch Rollstuhlfahrer oder Sehbehinderte die Footilo-Freuden genießen.

Nichts spricht aber dagegen, Footilo in der Psychomotorik oder im Fußball-Nachwuchstraining einzusetzen, was Antonino Lombardo mit zwei Jugendmannschaften von Standard Lüttich erproben durfte. „Die Trainer waren begeistert. Mit Footilo könne man Präzision und Ballgefühl sehr gut trainieren.“

Nach seinen recht erfolgversprechenden Anfängen im Großraum Lüttich möchte Antonino Lombardo, der mit einer Deutschen verheiratet ist, den Sprung über die Sprachgrenze schaffen. Wer Footilo – auch mit Anleitung in deutscher Sprache – kennenlernen möchte, sollte den erfinderischen Lütticher einfach umgehend kontaktieren.

Antonino Lombardo, E-Mail: ant.lombardo@gmail.com; http://bit.ly/2oPW604

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