Yvan Mayeur tritt aus der PS aus



In seinem Kündigungsbrief an die Brüsseler Parteiführung schreibt Mayeur, dass es ihm schwer falle, aus der Partei zu treten. Er bekräftigt, er habe in seinen verschiedenen politischen Funktionen stets nach den sozialistischen Idealen gehandelt. „Ich habe wahrscheinlich Fehler gemacht. Das bedaure ich sehr“, gibt er verschleiert zu. Er habe den lokalen Behörden nicht alles auseinanderlegen können, fügte er noch hinzu.

Die Entscheidung Mayeurs sei „unausweichlich“ gewesen, reagierte der Brüsseler Ministerpräsident Rudi Vervoort. „Sie war in seinem Interesse und dem der Partei.“

Über die Zukunft der ehemaligen ÖSHZ-Vorsitzenden Pascale Peraïta ist noch nichts bekannt. Über die beiden war Anfang des Monats ein Sturm der Entrüstung ausgebrochen, weil sie horrende Sitzungsgelder bei der Brüsseler Obdachlosenorganisation Samusocial einkassiert hatten. Anfangs hatte Mayeur, seit 2013 Bürgermeister von Brüssel, sich noch an seinem Amt festgeklammert, trat dann aber doch zurück. Nachfolger wurde sein Parteigenosse Philippe Close. Der Samusocial-Skandal, der zurzeit sowohl von der Justiz als auch von der Politik (Untersuchungskommission im Regionalparlament) untersucht wird, war – nach anderen PS-Affären (Publifin, SPPC) – der Auslöser für den Koalitionsbruch durch die CDH. (gz)