Unternehmen setzen auf Mitarbeiter-Aktionäre

In 2.700 der größten europäischen Unternehmen halten 7,5Millionen Angestellte 3,2Prozent des Firmenkapitals, was etwa 389 Milliarden Euro ausmacht. Hinzu kommen nochmals rund eine Million Arbeitnehmer, die Aktien von ihrem Betrieb besitzen. Wie die Wirtschaftszeitung „L ́Echo“ schreibt, gibt es in über 86 Prozent der Betriebe Pläne, Arbeitnehmern Firmenanteile anzubieten. Seit dem Jahr 2006 sei diese Form der Beteiligung jährlich um drei bis vier Prozent gestiegen, heißt es bei der europäischen Vereinigung der Aktionäre in einem Arbeitsverhältnis, wie das Blatt weiter schreibt.

In Belgien gibt es über 47.000 solcher Aktionäre, was im Vergleich zu anderen Ländern sehr wenig ist. Im Nachbarland Frankreich beispielsweise gibt es mehr als drei Millionen Beschäftigte, die Anteile an ihrem Unternehmen halten, in Großbritannien sind es dagegen etwa zwei Millionen. Belgien schneidet allerdings bei der Kapitalausstattung seiner Mitarbeiter am besten ab. Sie besitzen nämlich Anteilsscheine im Wert von insgesamt 11,4 Milliarden Euro. Noch besser schneidet das Land bei den Aktienoptionen ab, weil nämlich 79 Prozent der belgischen Firmen an solchen Plänen arbeiten, während der europäische Durchschnitt bei 63 Prozent liegt.

Im Durchschnitt haben belgische Arbeitnehmer rund 85.000 Euro in das Firmenkapital ihrer Arbeitgeber investiert.

Im Durchschnitt haben belgische Arbeitnehmer rund 85.000 Euro in das Firmenkapital ihrer Arbeitgeber investiert – vielmehr als der europäische Durchschnitt, der bei 28.000 Euro liegt. Beim Brauereikonzern AB InBev sind 3,1Milliarden Euro in Händen von Angestellten. Bei der Supermarktkette Colruyt sind es 1,1 Milliarden Euro. Allerdings gebe es bei beiden Firmen große Unterschiede, schreibt das Wirtschaftsblatt.

Während bei AB InBev 4.600 von immerhin 206.000 Mitarbeitern weltweit das genannte Kapital halten, sind bei Colruyt 8.000 von den insgesamt 29.000 Mitarbeitern am Firmenkapital beteiligt. Ähnlich verhält es sich auch beim Gesamtkapital: bei AB InBev sind 1,7 Prozent des Unternehmens in Besitz der Angestellten, während es bei Colruyt immerhin 15,3 Prozent sind. (um)

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