Walhorner Chor ließ Träume wahr werden

Das Jubeljahr, das im Mai 2014 mit der Gounod-Messe begonnen hatte, fand vergangenen Samstag einen großartigen Abschluss. Schon Walt Disney sagte einst: „Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.“

Unter eben diesem Motto „Träume werden wahr“ präsentierte der Walhorner Chor eine Show voll Harmonie, Fantasie und wunderbarer Melodien. Die insgesamt 110 Sänger, Musiker und Tänzer ließen das Publikum für zweieinhalb Stunden in eine Traumwelt versinken. Fast alle Zeichentrickfilme von Walt Disney fanden ihren Platz in dieser Show, die mit einer Vorstellung am Nachmittag und einer weiteren am Abend gleich zweimal aufgeführt wurde.

Die Filme von Walt Disney standen Pate für das gesamte Konzert. Eröffnet wurde es mit dem bekannten „When you wish upon a star“ – der Melodie, die fast alle Disney-Filme einleitet. In Andreas Staner von der Theatergruppe Walhorn war der perfekte Erzähler gefunden, der als „Bert“ aus „Mary Poppins“ die Zuhörer in das Leben und die Filme von Walt Disney eintauchen ließ.

Der Organist des Chores, der aus Lüttich stammende Thomas Deserranno, ein großer Disney-Fan, hatte ursprünglich die Idee zu dem Konzept. Auf der Bühne hat er einmal mehr seine Vielseitigkeit als Pianist unter Beweis stellen können.

Das Publikum wurde mit Ausschnitten aus zahlreichen Disney-Filmen verwöhnt – mal mit, mal ohne Solisten.

Bei „Schneewittchen“ konnte man schon erkennen, dass dem Chor in dieser Show viel gesangliches und auch schauspielerisches Können abverlangt wurde, was die Sängerinnen und Sänger aber mit Bravour gemeistert haben. Beim Gesang der „Zwerge“ durfte nach Herzenslust geschunkelt werden. Außerdem bekamen die Zuschauer „Dornröschen“ sowie „Susi und Strolch“ mit der berühmten Spaghetti-Szene zu sehen.

„Cruella de Vil“ aus „101 Dalmatiner“ wurde nicht nur gesanglich in Szene gesetzt, sondern auch tänzerisch von den Kindern und Jugendlichen des Tanzzentrums „Bewegung und Tanz Walhorn“, unter der Choreographie von Anna Edelhoff und Fernando Flores. Sie umrahmten etliche Stücke mit Tanzeinlagen.

Beim „Dschungelbuch“ kamen nicht nur Elefanten auf die Bühne, der Chor und die Musiker entführten die Zuschauer musikalisch in die Welt von Mowgli, Baghira und Balu. Weiter überzeugte der Walhorner Chor gekonnt mit „Aristocats“, „Arielle“ und „Die Schöne und das Biest“. „Aladdin“, „Der König der Löwen“ und „Der Glöckner von Notre-Dame“ durften natürlich auch nicht fehlen. Für die richtige Musik sorgte bei jedem Stück die sechsköpfige Band, die sich extra für die Show gebildet hatte. Sie setzte sich zusammen aus Stefan Werding, Philippe, François und Véronique Letocart, Guido Heinen und Francis Deswysen.

Tosenden Applaus erhielten die 16 choreignen Musen mit einem fantastischen Medley aus „Herkules“. Nach Melodien aus „Tarzan“ und „Küss den Frosch“ kam es zum großen Finale mit „Let it go“ aus der „Eiskönigin“. Nach Standing Ovations und nicht enden wollendem Applaus fehlte nur noch eins: „Supercalifragilistischexpialigetisch“. Die „hauseigenen“ Solisten des Walhorner Chors. Hier brillierten: Heinz Keutgen, Svenja Rox, Céline Keutgen, Fabrice Hinck, Lothar Kirch, Sylvia Renardy, Marie-Claire Schifflers, Nicole Keutgen, Helmut Oestreich, Peter Laschet, Sandra Kaldenbach, Ingrid Kerren, Catherine Nütten, Josette Mattar, Mathieu Schifflers.

Heinz Keutgen ist stolz auf seinen Chor: „Es war ein hartes Stück Arbeit, denn wir haben erst im Januar dieses Jahres mit den Proben begonnen und alle Stücke waren Neuland für die Sänger. Meine Tochter Céline hat mich bei den Proben sehr unterstützt, wofür ich ihr dankbar bin. Wir haben den Sängern viel abverlangt, aber es hat sich gelohnt und alle sind stolz und glücklich, bei diesem herrlichen Projekt dabei gewesen zu sein. Wir können auf ein tolles Jubeljahr zurückblicken. Ich bin glücklich, dass mein Chor aus einer guten Mischung aus jungen und älteren Mitgliedern besteht, die hinter jedem Projekt stehen. Ob klassisch oder modern, alle sind mit Freude dabei. Ich glaube, das hat man heute gemerkt.“ (sv)

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