„Focus Erde“: Zwei ostbelgische Schüler ausgezeichnet



Bei diesem Preisausschreiben der Königin-Paola-Stiftung (in Zusammenarbeit mit der Stiftung Dirk Frimout) kommen technische und wissenschaftliche Kenntnisse sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen und die wissenschaftliche Kreativität zur Geltung. Die ostbelgischen Preisträger:

Gillian Fuhrmann vom Robert-Schuman Institut in Eupen: Nachhaltiges Menü. Die Schüler der Abteilung Kochkunst und Feinkost entwickelten Menüs mit nachhaltigen, saisonalen und regionalen Produkten. Bei der Ausarbeitung ihrer Qualifikationsarbeit lernten sie erst die lokalen Produzenten kennen und führten dabei Interviews bezüglich der benutzten Ressourcen und den Ursprüngen der Nahrungsmittel durch. Anschließend suchten sie sich zwei Produkte aus, die sie in ihrem Menü verarbeiten. Gillian Fuhrmann legte für seine Qualifikationsarbeit den Schwerpunkt auf nachhaltige Ernährung. Sein Ziel: Verbesserung der wirtschaftlichen, umweltschonenden und sozialen Auswirkungen durch Förderung von lokalen und regionalen Produkten,    Vermeidung von Energieverschwendung,    Nutzung von wiederverwendbaren Lebensmittelreste und Optimierung des Abfallrecyclings.

Raphaël Nelles, Technisches Institut St.Vith: Müllschredder. Der von Raphaël Nelles hergestellte Schredder ist aufgrund des Einbaus von zwei Wellen universell einsetzbar. Ein erster Einsatzbereich ist das Zerkleinern von Kunststoffen, sodass weniger Transportvolumen auf dem Weg zur Entsorgungs- bzw. Wiederverwertungsstelle entsteht. Auch kann der Schredder die Kunststoffummantelung von Kupferkabeln lösen, sodass der wertvolle Rohstoff Kupfer wiedergewonnen und wiederverwertet kann. Durch das Trennen der beiden Komponenten kann ein effektives Recycling stattfinden.

Die Jury für die DG setzte sich zusammen aus Guy Fickers (Vorsitzender), Guido Arimont, Günter Beyer, Frédéric-Charles Bourseaux, Verena Greten und Erwin Heeren.

Die Königin Paola-Stiftung, die im Jahre 1992 auf Initiative von Königin Paola gegründet wurde, setzt sich zum Ziel die Integration und die Ausbildung der Jugend zu fördern. Die Stiftung unterstützt gesellschaftliche Projekte, die die Integration und die Ausbildung sozial schwacher Jugendlicher anstreben. Der Königin-Paola-Preis für das Unterrichtswesen setzt sich zum Ziel Lehrer zu ermutigen und zu belohnen. Er hebt ihre Kreativität und Ergebenheit hervor, indem er hervorragende pädagogische Projekte besser bekannt macht. Das Programm Schule der Hoffnung richtet sich an Schulen mit einer sozial schwachen Bevölkerung. Es bietet finanzielle Unterstützung und Begleitung bei der Entwicklung innovativer Projekte, die eine Verbesserung der Integration der Schüler und ihrer Familien vorsehen.

(gz)