„Kasalla“ und „Paveier“ hielten Partypegel hoch


Zugegeben: Beim Auftritt der Newcomer um Bastian Campmann – übrigens ihre Belgienpremiere – gab es gerade für die schon etwas reiferen Jahrgänge mächtig was auf die Ohren. Frei nach dem Leitspruch: „Et jitt Kasalla“ – was so viel heißt wie: Es gibt Ärger. Doch dafür durften sich in der Tennishalle Worriken bei den durchweg rockigen Rhythmen der musikalischen Senkrechtstarter vor allem die jüngeren Besucher austoben, ohne dabei auch nur eine Zeile Text zu „schlabbern“. Auch bei der Autogrammsession war der Andrang beachtlich, wie Flo Peil (aufgewachsen in Hürtgenwald-Straß) nachher mit Blick auf die schmerzenden Finger gerne eingestand.

Bei den „Paveiern“ wurden dagegen zwischendurch auch schon mal etwas melancholischere Töne angeschlagen, aber generell blieb der Stimmungspegel beständig hoch. Die „Pflasterer“ (so die Übersetzung des Namens) schöpften während zwei Stunden aus drei Jahrzehnten Bandgeschichte. Ein ebenso weitläufiges wie kurzweiliges Repertoire, bei dem die Hits der jüngeren Zeit sicherlich Priorität genossen, dazwischen aber auch Platz blieb für Evergreens wie „Buenos Dias Matthias“,  „Heut brennt mein Iglu“ oder „Ich han de Musik bestellt“.

Und wie bereits vor zwei Jahren, beim jecken Jubiläum der gastgebenden KKG „Rot-Weiß“, wollten die Fans die Band um „The Boss“ Detlef Vorholt einfach nicht von der Bühne lassen. Letztlich erzwangen sie sich mit tausendfachen Zugaberufen gar eine Reprise des aktuellen Songs der „Paveier“, deren gesungenes Sessionsmotto „Uns jeith et joot“ sich an diesem Abend ausnahmslos alle Gäste zu eigen machten. (nemo)

Mehr dazu in der Montagausgabe.