Gebärdensprache soll offiziell anerkannt werden

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             Gebärdensprache soll offiziell anerkannt werden
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„Im Sinne der Gleichberechtigung und der Teilhabe kommen wir damit einer langjährigen Forderung der Betroffenen nach“, erklärten Sozialminister Antonios Antoniadis (SP) und Kulturministerin Isabelle Weykmans (PFF). Denn die Anerkennung habe weitreichende Folgen zum Schutz sowie zur Veranschaulichung der Gebärdensprache, hieß es in einer Mitteilung. „Die Gebärdensprache spielt in der barrierefreien Kommunikation von und mit hörbeeinträchtigten Menschen eine wichtige Rolle. Durch ihren Gebrauch können gehörlose oder stark schwerhörige Menschen sich selbst verwirklichen und ihr Leben selbstbestimmt gestalten. Aus diesem Grund fördert die Regierung die Vermittlung dieser Sprache und räumt ihr mit dem Dekretvorentwurf einen bedeutenden Platz in unserer Gesellschaft ein“, erläutern Weykmans und Antoniadis die Entscheidung der Regierung.

In diesem Zusammenhang sei darauf hinzuweisen, dass der vorliegende Dekretvorentwurf die Deutsche Gebärdensprache nicht als Verwaltungssprache, sondern als Kultursprache anerkennt. Demnach ist sie keine offizielle Landessprache – und dennoch wirkt sich die Anerkennung der Gebärdensprache in der Praxis auf sämtliche Zuständigkeitsbereiche der DG aus: die Anerkennung und Ausbildung von Gebärdendolmetschern, das Unterrichtswesen, die Kleinkindbetreuung, den kulturellen Bereich (beispielsweise in Bezug auf Fernsehübertragungen), dem Beschäftigungsbereich, den sozialen Bereich und die öffentliche Verwaltung. (red)