DG-Seminar richtet sich an Vereinsvorstände

MIt dem neuen Seminar soll die Arbeit der Vereinsvorstände gestärkt werden. Illustration: Patrick Seeger/dpa | 4



„Seit 2004 steht das Thema Ehrenamt auf meiner politischen Agenda. Zunächst als Querschnittsthema in der Regierungsarbeit, und ab dem ersten Umsetzungsprogramm bis zum künftigen Band des Regionalen Entwicklungskonzeptes ist und bleibt die Stärkung des Ehrenamtes ein Zukunftsprojekt“, erklärt die dafür zuständige Gemeinschaftsministerin Isabelle Weykmans (PFF) zu den Hintergründen.

Mit dem erstmals angebotenen Seminar sollen die Vereinsvorstände gestärkt und qualifiziert werden. Es handele sich um ein zeitlich relativ aufwendiges und anspruchsvolles Weiterbildungsangebot für Vorstandsmitglieder. Unter der Leitung von Experten werden neue Formen des Vereinsmanagements entdeckt, entwickelt und ausprobiert. In einer anschließenden Supervision soll der Veränderungsprozess in dem jeweiligen Verein individuell reflektiert und weiter bearbeitet werden. Ziel ist es, die teilnehmenden Vereine ganz konkret und praxisorientiert in der Vorstandsarbeit zu unterstützen. Das Seminar ist auch das Ergebnis einer Umfrage, die das Ministerium bei den Vereinigungen in Ostbelgien durchgeführt hatte. Dabei waren 510 Vereinsvorstände der VoGs, deren Adressen dem Ministerium bekannt waren, angeschrieben worden. 133 haben den Fragebogen beantwortet (Rücklaufquote: 26 Prozent). „Jeder kennt selbst und aus seinem Umfeld, was die Schwierigkeiten für das Ehrenamt sind. Nun baut unsere ostbelgische Gesellschaft stark auf ehrenamtliche Strukturen, weshalb es uns allen ein besonderes Anliegen sein muss, das Ehrenamt zu stärken, Vereinsvorstände zu unterstützen und alles daran zu setzen, dass die Vereinsmitglieder auch weiterhin Spaß an ihrem Engagement haben“, erläutert Weykmans.

Trotz der enormen Anstrengungen komme es immer wieder zu Engpässen. „Viele Vereinigungen beklagen, dass sich kein Nachwuchs für die Vorstandsarbeit in ihrem Verein interessiert oder dass das Engagement bei jungen Leuten eher als zurückhaltend beschrieben werden kann bzw. projektorientiert sei. Vorstandsarbeit bedeutet zunehmend mehr Fachwissen in der Finanzverwaltung und in der Rolle als Arbeitgeber. Dabei bereitet das digitale Zeitalter manch einem auch Probleme“, so die Ministerin. (sc)