„Maria bleibt eine interessante Frau auf unserem Weg mit Jesus“, unterstrich Dechant Claude Theiss.
Pilger zu Ehren Marias unterwegs
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Kommentare
In einem Kommentar an anderer Stelle wird die Frage aufgeworfen, ob das GE Sprachrohr der CSP sei. Ich denke, dies ist nicht der Fall.
Wahrscheinlich genauso wenig, wie Sprachrohr der katholischen Glaubensgemeinschaft.
Dennoch muss aus journalistischer Sicht die Frage erlaubt sein, wie es sein kann, dass ein katholischer Pastor regelmäßig „journalistische“ Beiträge über religiöse Themen oder Veranstaltungen im GE veröffentlicht?
Wird in Zukunft die Berichterstattung über Spiele der AS Eupen vom Pressesprecher des Vereins geschrieben, Berichte über Plenarsitzungen des PDG vom Öffentlichkeitsreferenten des Parlamentes oder einem Abgeordneten, Berichte über Gerichtsverhandlungen vom Greffier oder gar einem Anwalt oder Richter?
Oder geht das GE einfach davon aus, dass man über religiöse Themen weder objektiv noch kritisch-hintergründig berichten kann/soll?
Um dies deutlich zu machen, nichts gegen Herrn Klinges und seine Qualitäten als kirchlichem Redakteur. Im Gegenteil! Aber was verspricht sich das GE von dieser Zusammenarbeit vor dem Hintergrund doch wohl existierender journalistischer Deontologie?
Was den Inhalt des Artikels anlässlich „Mariä Himmelfahrt“ und der Pilgerveranstaltungen betrifft nur soviel:
Der Mythos, der sich um die Mutter Jesus dreht, beruht nicht zuletzt auf die zum kirchlichen Dogma erhobenen „Ereignisse“ der „Unbefleckten Empfängnis“, der „Jungfrauengeburt“ und der „Himmelfahrt Mariens“, der die Christen am 15. August wie auch immer gedenken.
Abgesehen davon, dass es Adam und Eva nie gegeben hat (Darwin) und somit weder der Sündenfall noch die dadurch über die Menschheit gekommene „Erbsünde“ (vor allem auch aus ethisch-moralischer Sicht) Sinn ergeben, macht somit auch die Befreiung Marias von der Erbsünde durch Gottes Wille und somit ihre „Unbefleckte Empfängnis“ nur in theologischen Kopfgeburten Sinn.
Dass Maria unter „Vermittlung“ des „Heiligen Geistes“ schwanger wurde und als Jungfrau den Sohn Gottes gebar, hat wohl eher etwas damit zu tun, dass „zahlreiche Religionen den Geburtskanal zwanghaft als… Einbahnstraße betrachten“. (C. Hitchens - Der Herr ist kein Hirte). Dies war in der griechischen Mythologie, im Buddhismus, beim Aztekengott Huitzilopochtli, bei Dschingis Khan, Attis, Krishna, Horus, Hermes, Romulus,… nicht anders. Lauter Jungfrauengeburten mit z.T. kreativen Befruchtungsfantasien.
Vielleicht hat es profan aber auch nur mit einem Übersetzungsfehler des Alten Testamentes von Hebräisch ins Griechische zu tun, der aus einer jungen Frau eine „Jungfrau“ gemacht hat. Nichts Genaues weiß man nicht.
Für Marias Himmelfahrt, die erst 1950 durch den Vatikan zum Dogma erhoben wurde, gibt es keinerlei biblische Grundlage (außer vielleicht in den Apokryphen, die nicht in den biblischen Kanon übernommen wurden. Ja, man kann nicht alles haben…). Das Fest wurde - wie andere christliche Feiertage auch - in Anlehnung an heidnische Feiern (hier wohl die Feier der heidnischen Gottheit Astraea) in den christlichen Kalender eingefügt.
All dies soll Gläubige nicht davon abhalten Maria zu verehren. Nicht als „Unbefleckte“, nicht als „Jungfrau“, nicht als „in den Himmel Aufgefahrene“ und nicht als Mutter eines Teiles eines dreifaltigen Gottes, sondern wenn schon, dann als… Mutter.
(Literaturhinweis: Walter Gerhardt - An ihren in alle Ewigkeit wahren und unveränderbaren 245 Dogmen krankt und stirbt die katholische Kirche)
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