Nach drei Siegen musste sich Philipsen damit erstmals im Sprint geschlagen geben. Er meinte: „Es war ein kniffliger, langer Sprint. Pedersen war etwas stärker. Van der Poel hat wieder einen super Vorsprung herausgefahren. Es ist schade, dass ich nicht als Erster ins Ziel gekommen bin, aber Pedersen ist definitiv der verdiente Sieger“, räumte Philipsen ein.
„Es war keine Frage des Timings. Meine Beine haben auf den letzten paar hundert Metern blockiert, ich hatte nichts mehr zuzulegen. Pedersen ist bei solchen Ankünften sehr stark. Ich wusste schon vorher, dass er der Mann ist, den es zu schlagen gilt, und er hält, was er verspricht“, sah der Träger des Grünen Trikots seine Vorhersage bestätigt.
Van Aert sagte: „Als Van der Poel und Philipsen mich überholten, war ich blockiert.“ Es schien jedoch, dass Van Aert zuvor von seinem Teamkollegen Christophe Laporte ausgebremst wurde. „Ich verstehe, dass es im Fernsehen diesen Eindruck erweckt, aber Laporte hat einen Vorsprung von 200 Metern herausgefahren. Er war sehr stark und es lag an mir, den guten Platz zu halten“, meinte Van Aert, der damit noch immer auf seinen ersten Etappensieg 2023 wartet. In den vergangenen beiden Jahren holte er jeweils drei Etappen. „Es ist, wie es ist. Die Beine sind gut, aber es klappt nicht“, hat er sich damit abgefunden. „Ich kann nicht anders, als es zu akzeptieren und es weiter zu versuchen.“
Vingegaard weiter im Gelben Trikot
Im Gesamtklassement gab es an der Spitze erwartungsgemäß keine Veränderungen. Titelverteidiger Jonas Vingegaard (Jumbo Visma) wird als Führender durch das Zentralmassiv fahren, sein Vorsprung vor Tadej Pogacar beträgt 25 Sekunden. Das deutsche Bora-Team ist mit Kapitän Jai Hindley als Dritter aktuell auf dem Podium. Der Australier hat 1:34 Minuten Rückstand auf Vingegaard.
Vor dem ersten Ruhetag ist noch einmal Spektakel angesagt. Am Sonntag wird erstmals seit 35 Jahren wieder der legendäre Puy de Dôme erklommen, damals siegte hier der Däne Johnny Weitz. Dessen Landsmann Vingegaard wird versuchen, Pogacar zu distanzieren. Die Gelegenheit dazu bieten vor allem die letzten 4,5 Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von zwölf Prozent. (belga/dpa/leo)

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