MR will Schulpflichtalter senken

<p>Gemeinschaftssenator Gregor Freches</p>
Gemeinschaftssenator Gregor Freches | Foto: David Hagemann

Diese Entscheidung stütze sich auf mehrere Gründe, die die Bedeutung einer Senkung des Schulpflichtalters demonstrieren. Zuallererst haben Kinder durch einen früheren Schulbeginn eine größere Chance, eine solide Grundlage zu entwickeln und Entwicklungsverzögerungen zu vermeiden, die in einem späteren Alter zum Schulversagen führen können. Außerdem werde die Herabsetzung des Schulpflichtalters dazu beitragen, sozioökonomische Unterschiede abzubauen, da alle Kinder von frühester Kindheit an die gleichen Chancen auf schulischen Erfolg haben. „Darüber hinaus bietet der Kindergarten ein unterstützendes Milieu für das Erlernen der Sprache, was ein Schlüsselelement für die Auseinandersetzung mit dem Grundwissen darstellt und die Integration in das Bildungssystem erleichtert.“ Schließlich spiele der Kindergarten eine wesentliche Rolle beim Aufbau einer starken Bindung zwischen der Schule und den Eltern.

Durch einen frühen Beginn könne dieses Vertrauensverhältnis bereits in jungen Jahren aufgebaut werden, was ebenfalls dazu beitrage das Risiko eines späteren Schulabbruchs zu verringern. „Obwohl die Gemeinschaften für die Regelung des Bildungswesens zuständig sind, fällt die Festlegung des Beginns und des Endes der Schulpflicht in die Zuständigkeit auf föderaler Ebene. Somit ist es von entscheidender Bedeutung, dass entsprechende Bestimmungen verabschiedet werden, um allen Kindern ab dem Alter von drei Jahren eine qualitativ hochwertige Bildung zu garantieren“, schreibt Gregor Freches. Die Herabsetzung des Schulpflichtalters stelle die beste Sozialpolitik dar, da sie der Vernachlässigung von Talenten ein Ende setzen werde. „Indem wir allen Schülern einen gemeinsamen Bildungsrahmen bieten und ihnen von klein auf die gleichen Erfolgschancen ermöglichen, schaffen wir die Bedingungen für die Entwicklung und maximale Nutzung der Fähigkeiten eines jeden Kindes. Die MR-Fraktion im Senat ist stolz auf diesen bedeutenden Fortschritt im Bildungswesen und wird weiterhin daran arbeiten, ein gerechtes und qualitativ hochwertiges Bildungssystem für alle Kinder in Belgien zu schaffen“, so Freches. (red/sc)

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