Schon vor einigen Tagen hatte das GrenzEcho berichtet, dass Belgien mit einer Beschäftigungsquote von 72,3% noch weit weg ist von den angezielten 80%. Wie die MR kritisiert, badet der zuständige Minister Dermagne sich jedoch in Selbstzufriedenheit, das Ziel wäre in Reichweite. Im Artikel von Gerd Zeimers am Montag wird es aber deutlich: Das Problem liegt bei den Wallonen und den Brüsselern, die bei etwa 65% herumdümpeln, während man in Flandern bei fast 77% liegt. Aber die Arbeit der Sozialisten in der Regierung besteht vor allem darin, nur ja nicht den Druck auf ihr Wahlvolk zu erhöhen. Man könnte fast meinen nach dem Motto: Warum uns anstrengen, wenn die Flamen (und die fleißigen Ostbelgier – laut Ministerin Weykmans liegt die Quote in Ostbelgien bei rund 79%) es für uns tun. Dies ist aber kurzsichtig, da der Tag kommen wird, an dem die Flamen es müde sind, für die Wallonen zu zahlen. Und es ist auch erwiesen, dass ein dauerhafter Weg heraus aus der Armut meistens nur über eine geregelte Beschäftigung geht. Auch wenn dies am Anfang anstrengender ist, als sich auf soziale Leistungen zu verlassen. PS: Es ist natürlich schwierig, die Zahlen der Wallonie zu vermelden, ohne in Stereotype zu verfallen. Wahrscheinlich liegt die Arbeitsmoral in den wallonischen Gemeinden nahe der DG oder in der Provinz Luxemburg nicht wesentlich unter der der DG. Aber leider hat eine seit vielen Jahren herrschende sozialistische Führung im Becken von Mons-Charleroi-Lüttich dazu geführt, dass man Betriebe durch viele Streiks vergrault und dort teilweise schon in der dritten Generation arbeitslos ist.
Beschäftigungsquote in der Wallonie
Kommentare
Kommentar verfassen
2 Comments
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren