Den Pfadfindern aus Raeren herzlichen Dank, das Dach der Kapelle in Reinartzhof nicht zu vergessen.
Hier mussten in den 50er-Jahren die eingeschneiten Anwohner aus einem Hubschrauber mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Der Pfarrer und Heimathistoriker Viktor Gielen erzählte in seinen viel gelesenen Büchern von der bäuerlichen Siedlung an dem abgelegenen Ort. Die berühmte Raerener Töpferin Maria Hasemeier-Eulenbruch gestaltete hier zum Gedenken eine Marienstatue, die auf der von dem großen Religionsphilosophen Romano Guardini als spirituelles Zentrum erwählten Burg Rothenfels als „entartete Kunst“ zerstört worden war. Ich selbst habe meinen Roman „Die Füchse greifen Eupen an“ dort, unmittelbar am Rand der Kulturlandschaft Hohes Venn als Standort der Fuchsbauten ausgesucht. In der Nähe, auf Schwerzfeld entspringt die Weser.
Im Herbst, wenn die Hirsche röhrten, zogen die Jugendbewegungen aus dem Collège Patronné zum Wochend-„Hike“ hierher und verbrachten die Nacht im Heustall von Gillet. Am Sonntagmorgen knatterte der rustikale Unterstädter Kaplan Pirson auf seinem Sarolea-Motorrad von Vennkreuz über die Bellesforter Brücke und vorbei am „Raerener Stuhl“ zu uns hinauf und las in der Küche des Bauern Neicken-Crott, wo es noch nach Speck und Ei roch, die heilige Messe.
Alles herrliche Erinnerungen, die jetzt wieder aufleben.
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