In Zusammenarbeit mit Garten- und Landschaftsbauer Didier Malmendier war vorab ein passendes Exemplar ausgesucht worden, das am Freitag mit einem Kran über das Dach des Wohn- und Pflegezentrums am Rotenberg gehoben und im Innenhof in den Boden eingelassen wurde.
Um den Baum herum ist eine Bank vorgesehen, die, ebenso wie weitere Sitzgelegenheiten, von Schülern des Robert-Schuman-Instituts (RSI) gebaut wird. Die Table Ronde 50 Eupen übernimmt die gesamten Kosten. Die finanziellen Mittel dafür stammen aus dem Nachlass eines Eupeners, der diesen dem Serviceclub vermacht hatte und dessen Wunsch es war, dass das Geld älteren Menschen zu Gute kommt. „Wir haben jahrelang gehadert, wie wir das Geld am besten investieren. Einige von uns kannten den Innenhof des Josephsheims, der nach dem Umbau noch etwas trist war. Wir sind dann an die Verantwortlichen des Heims herangetreten und nach einigen Überlegungen kamen wir gemeinsam zu dem Schluss, dass ein großes Thema die Beschattung ist, damit die Bewohner auch im Sommer Zeit im Innenhof verbringen können. Der Baum ist dafür ideal, weil er neben Schatten auch etwas Flair in den Außenbereich bringt“, erklärt Dr. Johan Lambertz. Das ehemalige Mitglied der Table Ronde 50 Eupen hat das Projekt noch zu seiner aktiven Zeit im Serviceclub angestoßen und begleitet es bis zum Schluss.
Philippe Delanuit, Vorsitzender der Table Ronde 50 Eupen, erklärt: „Wir möchten die Aktion, die uns sehr am Herzen liegt, auch dazu nutzen, um potenzielle neue Mitglieder anzusprechen, die sich ebenfalls für den guten Zweck engagieren möchten.” Der Serviceclub organisiert unter anderem die alljährliche Seniorenausfahrt und unterstützt Familien in Not.
Die Verantwortlichen des Josephsheims freuen sich über die Aufwertung des barrierefreien Innenhofs, der für das Wohn- und Pflegezentrum von großer Bedeutung ist, wie Pflegedienstleiterin Cathleen Bodarwé betont: „Wir haben unwahrscheinlich viele Bewohner, die gerne Zeit im Innenhof verbringen. Unseren kranken und dementen Bewohnern bietet der Innenhof eine Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen draußen zu bewegen. Außerdem können unsere Therapeuten ihn für Außen-Aktivitäten nutzen.“
Heimleiter Michael Murges lobt derweil die professionelle Umsetzung des Projekts. Aus eigenen Mitteln hätte man diesen Mehrwert nicht schaffen können, „deshalb freuen wir uns umso mehr, unseren Bewohnern in Zukunft einen noch schöneren Außenbereich anbieten zu können”.

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