Am Samstag ist es gegen 19 Uhr zu einem tragischen Unfall am Hauptbahnhof in Stolberg gekommen.
Die Leitstellen der Landes- und Bundespolizei wurden unmittelbar von dem Ereignis in Kenntnis gesetzt. Beim Eintreffen der Streifen der deutschen Bundespolizei waren bereits Rettungsdienst, Feuerwehr, ein Notfallmanager der Deutschen Bahn und die Landespolizei vor Ort. Es konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Laut ersten Ermittlungen versuchte die Person von Gleis 43 zum Gleis 2 im mittleren Bereich der Bahnanlagen zu gelangen und wurde vor Erreichen des Mittelsteiges von einem Güterzug erfasst. Dieser war gerade auf dem Weg von Aachen nach Köln. Der Zugführer hatte die Person noch gesehen und ein Warnsignal sowie eine Schnellbremsung eingeleitet, kam aber nicht mehr rechtzeitig zum Stehen. Die Züge in diesem Bereich durchfahren den Bahnhof mit annähernd 100 km/h. Die genaue Ursache und die Todesfallermittlungen werden zurzeit von der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Aachen untersucht. Auch die Identität des Mannes steht noch nicht fest, da er keine Ausweispapiere mit sich führte.
Aufgrund von Bauarbeiten am Hauptbahnhof in Stolberg wurde eine Behelfsbrücke zum Erreichen der verschiedenen Bahnsteige errichtet. Diese dient zum sicheren Überqueren der Gleisanlagen. „Leider wird diese Behelfsbrücke aus unerklärlichen Gründen teilweise nicht genutzt. Die Bundespolizei hatte bereits in der Vergangenheit davor gewarnt. Es gibt immer wieder Reisende, die besonders die lebensgefährliche Abkürzung über die Gleise wählen. Augenscheinlich unterschätzen hier viele die Gefahren, die dort lauern“, so die Polizei in einer Mitteilung.
Die Polizei erinnert daran, dass der Gleisbereich unter keinen Umständen betreten werden darf. Für das Überqueren der Gleise dürfen ausschließlich die hierfür bestimmten Bahnübergänge und Unterführungen benutzt werden. Alle Warn- und Verbotsschilder müssen beachtet werden. (red)

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