Über ein Jahr lang hat die Gemeinde Raeren es in der Akte Hauptstraße im Guten versucht: „Bis zuletzt waren wir darum bemüht, eine gütliche Einigung zu finden – leider ohne Erfolg“, bedauert Bauschöffe Mario Pitz (CSL).
Raerens Hauptstraße wird ein Fall fürs Gericht – „Wir lassen uns das nicht gefallen“
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Kommentare
Werter Mario,
die Aussage, die Arbeiten wegen der Anwohner nicht stoppen zu wollen, ist eine Unverschämtheit. Wollt ihr die Anwohner jetzt dafür verantwortlich machen, dass ihr die Arbeiten nicht gestoppt habt und wir alle nun eine "Hubbelpiste" in der Hauptstraße vorfinden?
Nochmal zur Erinnerung: Schon am ersten Tag der Asphaltierungsarbeiten am unteren Teil der Hauptstraße konnte man sehen, dass diese nicht vernünftig ausgeführt wurden.
Erwin Güsting kontaktierte daraufhin den zuständigen Schöffen und den Gemeinderat, um diese darüber zu informieren, mit der Bitte, die Arbeiten sofort einzustellen und erst mal das bisher verlegte Material überprüfen zu lassen.
Leider ist man dieser Bitte nicht nachgekommen.
Das Resultat ist deutlich: Die Hauptstraße ist in einem schlechten Zustand, den ihr hättet verhindern können. Warum habt ihr das nicht gemacht? Jetzt muss die Gemeinde vor Gericht, der Schaden bleibt aber vorerst.
Werter Christoph,
die schlechte Ausführung der Asphaltierungsarbeiten haben wir mündlich am Tag selbst und schriftlich am darauffolgenden beanstandet. Erwin hat mir abends um 22:35 eine Whatsapp-Nachricht geschrieben, in der er auf die schlechte Ausführung der Arbeiten hinweist. Die Forderung eines Baustopps ist eine Legende, die ihr euch im anschließenden Gemeinderat selbst zusammengedichtet habt. Sie hier und auch an anderer Stelle stetig zu wiederholen, macht sie nicht wahrer.
Unabhängig davon habe ich die Anwohner nicht für irgendetwas verantwortlich gemacht. Für die Wahrnehmung der Bauaufsicht wäre das Studienbüro zuständig gewesen, dessen Dienstleistung durch eure schlechte Vertragsvereinbarung zu keinem Zeitpunkt abgesichert war.
Die Asphaltarbeiten sind nach unserer Intervention an dem Folgetag besser ausgeführt worden und waren leider zum Abschluss wieder sehr schlecht.
Heute ist bekannt, dass die Zusammensetzung des Gussasphaltes völlig ungeeignet für den Straßenbau ist. Der Vorschlag zur Auswahl des Materials ist seinerzeit durch euch erfolgt – auch wenn ihr genauso wenig wie wir wissen konntet, dass dieses für den Straßenbau nicht geeignet ist.
Und genau hier ist auch wieder die Verantwortung vom Studienbüro und den beiden ausführenden Unternehmen zu sehen.
Anstatt also die Behauptung aufzustellen, dass das „Mit Uns“ nicht geschehen wäre, würde ich mir von euch wesentlich mehr Ehrlichkeit wünschen. Denn Planung und 2/3 der Bauzeit lagen ganz alleine in euren Händen.
Entscheidend ist, dass wir nun die tatsächlichen Verantwortlichen für diese fehlerhafte Ausführung vor Gericht dazu bringen, zumindest nachträglich ihre Verantwortung zu übernehmen.
Vor dem Hintergrund eines bald laufenden Verfahrens, solltet ihr zwischenzeitlich darüber nachdenken, ob Polemiken dieser Art wirklich zielführend sind.
Mit freundlichen Grüßen
Mario Pitz
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