FIFA gemeinnützig?

Von allen Seiten – auch von Parlamentariern und Regierungsstellen – hagelt es vernichtende Kritik an der Entscheidung der MafiFa, bei der Geld- (und nebenbei auch Fußball-)Weltmeisterschaft in Katar die besondere Kapitänsbinde zu verbieten, und an dem „Einknicken“ der Verbände in mehreren Ländern.

Bei aller mehr als berechtigten Kritik an vielen Aspekten (u. a. an der grenzenlosen Geldgier des korrupten Weltverbandes) kommt m. E. einer nicht zur Sprache: genießt die MafIFa (genau wie ihre kleine Schwester UEFA) nicht in allen Staaten das Privileg der „Gemeinnützigkeit“? „Gemeinnützig“, das bedeutet doch eigentlich „dem Nutzen und Wohl der Allgemeinheit dienend“. Ich kann mir keinen größeren Gegensatz vorstellen als zwischen MafiFa und „gemeinnützig“. Und wenn eine Organisation als „gemeinnützig“ anerkannt ist, hat sie eine Menge (Steuer-)Vorteile, wenn sie überhaupt Steuern zahlt. Es wäre eine lohnende Aufgabe der Presse, diesen Aspekt einmal genau zu beleuchten.

Und noch eine Frage steht im Raum: Bei dieser WM heißt es immer wieder, „man müsse sich an die Regeln und Gesetze des Gastgeberlandes halten“. Wie war das noch bei der WM in Brasilien, wo ein Alkoholverbot in den Stadien galt? Auf Druck der MafiFa (und wohl auch der Bier-Sponsoren) wurde dieses Gesetz aufgehoben… Der doppelzüngigen Scheinheiligkeit sind wohl keine Grenzen gesetzt.

Wenn Parlamentarier, Regierungen und Verbände einen Funken Ehrlichkeit und Selbstachtung haben, müssen sie diese „Gemeinnützigkeit“ schnellstens beenden und der MafiFa klarmachen, dass sie sich den (Steuer-)Gesetzen in dem jeweiligen Land unterordnen muss. Und wenn die das nicht will, soll sie ihre Geldweltmeisterschaft veranstalten, wo sie will.

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