Putin verlangt erneut Beweise für „angebliche Vergiftung“ Nawalnys

<p>Städtische Arbeiter übermalen ein Graffiti mit dem Konterfei des inhaftierten russischen Oppositionsführers Nawalny. Auf der Wand ist zu lesen: „Held unserer Zeit“.</p>
Städtische Arbeiter übermalen ein Graffiti mit dem Konterfei des inhaftierten russischen Oppositionsführers Nawalny. Auf der Wand ist zu lesen: „Held unserer Zeit“. | Foto: dpa

Der Kremlchef verteidigte auch das umstrittene Vorgehen gegen Andersdenkende und sogenannte „ausländische Agenten“. Vielen sei das unbesiegbare Russland zu groß. „Man kann es nur von innen heraus zersetzen.“ Das müsse verhindert werden. Viele Nichtregierungsorganisationen und Medien sind als „ausländischer Agent“ in Russland eingestuft, was sie als Stigmatisierung kritisieren. Putin betonte, dass Russland Klarheit wolle, wer vom Ausland Geld erhalte und im Interesse eines anderen Landes arbeite.

Die Sprecherin des inhaftierten Kremlgegners Nawalny, Kira Jarmysch, bezeichnete Putin bei Twitter als einen „Feigling“ und mit Blick auf die Attentate auf Oppositionelle als „Mörder“.

Der bekannte russische Oppositionelle Nawalny, der im August 2020 nur knapp einen Giftanschlag überlebte, befindet sich seit Anfang des Jahres in einem Straflager. Nawalnys Vergiftung und seine anschließende Festnahme hatten das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Russland und Europa noch zusätzlich belastet. Der Westen hatte wegen des Verbrechens Sanktionen gegen Russland verhängt. Nawalny hatte Putin persönlich für den Mordanschlag auf ihn verantwortlich gemacht. Der Kreml weist das zurück. (dpa/calü)

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