Fluglärm

Das Thema Fluglärm ist natürlich ein Dauerbrenner im Gebiet des Flughafens, und man muss das Anliegen der Anwohner ernst nehmen. Dennoch enthält das Interview eine Reihe von Fehlinformationen:

- Ich bin viele Jahre in Lüttich geflogen und kann garantieren, dass keine Mindesthöhen unterflogen werden. In Zeiten von flightradar24 ist das übrigens von jedem überprüfbar.

- Es ist NICHT günstiger früher zu sinken. Es ist günstiger, materialschonender und auch leiser so lange wie möglich hoch zu bleiben.

- Es gibt auch keine Flugschneise „Richtung China“. Es gibt auch keine offizielle Einflug- bzw. Abflugschneise, die über Ostbelgien führen würde. Es ist so, dass die Flugzeuge alle relativ früh vom Lotsen in den Endanflug geleitet werden (sogenanntes „Vectoring“). Es liegt also alleine an ihm, den Lärm zu „verteilen“.

Hier sehe ich am ehesten einen Ansatzpunkt zur Verbesserung! Zu sagen, dass „riesige Maschinen über Dächer herabdonnern“ ist pure Dramatisierung. Mindestens 95 Prozent der Nachtaktivitäten in Bierset sind innereuropäische Flüge, die mit Mittelstrecken-Fliegern (meist B737) im Namen von FedEx getätigt werden. Übrigens werden diese Nachtflüge demnächst zum Großteil nach Paris ausgelagert. Dann ist der nächtliche Lärm ade,… und 700 Jobs auch. Warum stellt sich eigentlich keiner die Frage, warum Alibaba (das chinesische Amazon) nun so viele Flüge nach Lüttich plant? Könnte es vielleicht sein, dass alle dort bestellen? Da fällt mir prompt der Slogan eines hiesigen Unternehmens ein: „Ich sag immer... kauf doch lokal!“ :-)

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