Verkauf des RSC Anderlecht an Coucke: Ex-Topleute unter Verdacht

<p>Roger Vanden Stock (r.)</p>
Roger Vanden Stock (r.) | Foto: belga

Demnach will die Staatsanwaltschaft Roger Vanden Stock, Ex-Manager Herman Van Holsbeeck und Ex-CEO Jo Van Biesbroeck wegen möglicher Unregelmäßigkeiten beim Verkauf ihrer Anteile am RSC Anderlecht an Marc Coucke anklagen lassen. Die Ermittlungen seien abgeschlossen, nun gehe es darum, wann bzw. ob der Fall vor ein Strafgericht kommt. Dem Trio Vanden Stock-Van Holsbeeck-Van Biesbroeck wird Fälschung, Betrug und Geldwäsche vorgeworfen.

Die Untersuchungen rund um den Verkauf des Rekordmeisters im Dezember 2017 an Milliardär Coucke starteten unmittelbar nachdem herauskam, dass beim Transfer von Angreifer Aleksander Mitrovic nicht alles mit rechten Dingen zuging. Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, dass Coucke zwar den „Zuschlag“ für den RSC Anderlecht erhielt, dabei aber nicht das beste Angebot auf den Tisch legte. Paul Gheysens, inzwischen starker Mann beim FC Antwerp, soll 91 Millionen Euro geboten haben. Coucke wiederum zahlte rund 70 Millionen Euro für 74 Prozent der Vereinsanteile.

Wie „De Tijd“ unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft weiter berichtet, werden „einige Personen“ verdächtigt, eine Provision auf den Verkauf des Vereins erhalten zu haben, ohne dabei aber an Verhandlungen beteiligt gewesen zu sein. Das wiederum soll Marc Coucke in dem Fall zum Geschädigten machen. Der Unternehmer habe demnach fünf Millionen Euro zu viel bezahlt. (belga/mn)

Kommentare

  • Nach 266 Mio. Strafe unsd Aktienwertverfall sollte der aber eher halber Milliardär sein!

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