Wie oft höre ich diesen Satz. Der Zeitgeist gibt keine Stabilität, das Wort sagt es. Was heute „IN“ ist , ist morgen „OUT“. Sebstentwicklung, Selbstentfaltung, Selbstbestimmung bis zur Selbstverherrlichung, die ganze Palette ist „IN“. „Gott ist tot“. Oft lässt der moderne Mensch sich definieren vom Internet, von den modernen Medien. Die neuen Götter sind Esotherik und Gender-Ideologie. Alles Machbare wird gemacht! Abtreibung, Euthanasie, Genmanipulation und vieles mehr. Unsere Vorfahren mussten zwei Kriege aushalten. Ihr Leitfaden war: „Ora et labora“, „Bete und arbeite“. Sie gaben Gott den ersten Platz. Sie mussten aushalten und durchhalten, und waren meistens zufrieden und dankbar, dass sie überlebt hatten. Die modernen Götter scheinen das Glück nicht zu bringen. Mutter Teresa hat einmal gesagt: „Das größte Elend in der Welt = dass so viele Menschen sich ungeliebt fühlen“. Sie hat auch manchmal gezweifelt wie wir alle, aber sie ist Gott treu geblieben, weil sie an die Liebe geglaubt hat, das heißt an Gott. Corona ruft uns auf, an die Endlichkeit zu denken. Der Tod ist durch Corona sehr präsent geworden. Wir spüren: „Ich habe nicht alles im Griff“. Vielleicht lädt Corona uns ein, Gott wieder den Platz zu geben, der IHM zusteht, d.h. den ERSTEN.
Kommentare
Frau Mersch-Theissen, Hirngespinsten (Gott) steht allerhöchstens ein Platz im privaten stillen Kämmerlein zu. Der erste Platz gehört dem aufgeklärten Menschen in seiner unantastbaren Würde, nicht irgendwelchen absolutistischen Fabulierungen von leider zu vielen Abergläubigen.
Herr Hezel, ich weiss nicht wie alt Sie sind. Ich kann Ihnen aber garantieren, dass auch Sie irgendwann in Ihrem Leben an einem Punkt stehen werden, wo Ihnen Ihr Ratio-Denken nicht mehr weiterhelfen wird und Ihr anscheinend so aufgeklärter Geist Sie um Milde und Spiritualität bitten wird. Ich spreche hier nicht von einem Gott, aber es gibt mehr als ihre faktengecheckte , wissenschaftsbasierte Weltanschauung.
Interessante Lektüre zum Thema:
- Denn sie wissen nicht, was sie glauben (oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann (Prof. Dr. Franz Buggle)
- Wir brauchen keinen Gott (Dr. Phil. Michel Onfray)
- Ermordete Kinder und andere Geschichten von Gottes Unmoral (Susanne Krahe - Theologin))
- Was die Kirchen verheimlichen (Peter Fürer - Schriftsteller)
„Wann bist du eigentlich lieb, lieber Gott?“ (Wolfgang Borchert)
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