Der Vooruit-Vorsitzende Conner Rousseau hatte sich am Wochenende im Zuge der Coronakrise dafür ausgesprochen, dass sich Jugendliche vor der Teilnahme an einem Jugendlager verpflichtend testen lassen müssen. Das Jugendwerk in Flandern lehnt dies aber ab. „Vorherige Tests für diese Altersgruppe wären teuer, kompliziert und hätten keinen Mehrwert“, sagte Jan Van Reusel, Sprecher der „Scouts en Gidsen“ in Flandern.
Wer im anstehenden Sommer mit einer Vereinigung ins Zeltlager fahren möchte oder in ein Sportcamp geht, dem wird empfohlen, sich vorher auf das Coronavirus testen zu lassen. Für Vooruit-Präsident Conner Rousseau geht dies aber nicht weit genug. Er fordert verpflichtende Testungen. Andernfalls „riskiert man, dass Infektionen, die heute in den Schulen passieren, direkt in die Camps eingeschleust werden“, hatte er am Wochenende erklärt. Der Jugendsektor ist damit allerdings nicht einverstanden. Er verweist auf die bestehenden Protokolle der Gemeinschaften, mit denen man arbeiten könne. Der flämische Jugendminister Benjamin Dalle (CD&V) sprach sich im Kurznachrichtendienst Twitter ebenfalls gegen eine Verpflichtung aus. Dies sei zu kostspielig und einfach nicht realisierbar.
Ähnlich argumentiert auch DG-Jugendministerin Isabelle Weykmans: „Wir werden in Ostbelgien keine verpflichtenden Corona-Tests für Kinder und Jugendliche in Jugendlagern vornehmen. Die gemeinsam mit dem Jugendsektor und dem GEMS erarbeiteten Sicherheits- und Durchführungsprotokolle reichen absolut aus, um im Sommer Jugendlager stattfinden zu lassen“, sagte sie. „Angesichts der unter anderem gut verlaufenden Impfstrategie können wir mit der gebotenen Aufmerksamkeit optimistisch auf die Sommeraktivitäten hinarbeiten. Es muss nicht immer der Jugendsektor am strengsten reglementiert werden. Die Anwendung der Protokolle im vergangenen Sommer hat reibungslos funktioniert. Auch in diesem Jahr werden wir jegliches notwendige Material zur Verfügung stellen und den Organisatoren zur Seite stehen“, teilte die DG-Ministerin weiter mit. (sc)

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