Windparkprojekt in Emmels

Wie auch bei der öffentlichen Vorstellung der Erweiterung des Windparks in Emmels vom vergangenen Freitag hervorgeht, gibt es bei dem Projekt keine echte Bürgerbeteiligung. Der Referenzrahmen der Wallonischen Region empfiehlt ausdrücklich eine Beteiligung der Gemeinde und der Bürger zu je 24,99 Prozent. Diese Empfehlung wird beim aktuellen Projekt der Gemeinde St.Vith in Emmels absolut nicht berücksichtigt (geplante Gemeindebeteiligung 4%, geplante Bürgerbeteiligung 0%).

Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde St.Vith und der Nachbargemeinden müssen die Nachteile dieses Projektes in Kauf nehmen (Lärmbelästigung, Schattenwurf, Eingriff ins Landschaftsbild, Bereitstellung von Ausgleichflächen,…) ohne einen Nutzen daraus zu ziehen. Die Betreiber profitieren alleine von dem Gewinn. Und da es zum allergrößten Teil Unternehmen aus Luxemburg, Deutschland, Frankreich und China sind, fließt der Gewinn ins Ausland ab.

Wo bleibt die von der Wallonischen Region empfohlene lokale Wertschöpfung durch solche Projekte? Mit der Vorgehensweise der Gemeinde St.Vith wird die Abhängigkeit von den großen Konzernen im Energiebereich nicht reduziert. Aus diesem Grund bin ich, und andere sicher auch, nicht bereit, für die Großkonzerne „Bank zu spielen“ („Crowlending“). Durch eine echte Bürgerbeteiligung käme der Mehrwert dieses Projektes auch den Menschen vor Ort zugute. Es ist mir ein Rätsel, warum die Gemeinde St.Vith als Eigentümerin der Parzellen auf eine echte Bürger- Gemeindebeteiligung verzichtet hat?

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